Samstag, 13.06.2020 - Bild 10: Gruß aus Breinig

Bild 10:

Gruß aus Breinig

Poststempel vom 20.11.1924

 

Bild 10: Breinig

Alt Breinig (frĂŒher Hauptstraße) mit der Pfarrkirche St. Barbara sowie Kaplanei und Pastorat.

 

Von 1852 bis 1855 plante und baute man in Breinig eine neue Pfarrkirche. Das bestehende Gotteshaus aus dem Jahre 1731 war zu klein geworden. Da die GrundflĂ€che der alten Kirche fĂŒr den Neubau nicht ausreichte, musste ein neuer Bauplatz erworben werden. Dabei musste in Kauf genommen werden, dass die neue Kirche nicht nach Osten ausgerichtet werden konnte.

Auf Wunsch der Gemeinde wurde als Vorbild fĂŒr den Bau die ehemalige Pfarrkirche von Breinig, St. Stephanus in KornelimĂŒnster, gewĂ€hlt.
Die Kirche stellt eine dreischiffige Stufenhalle dar; der Turm bildet im unteren Teil die Eingangshalle.

 

Der Ortsname Breinig ist vermutlich abzuleiten von „Britiniacum“, was so viel bedeutet wie „Wohnort des Britinus“. Durch Breinig fĂŒhrte ursprĂŒnglich eine ausgebaute Römerstraße, die bei KornelimĂŒnster die Inde ĂŒberquerte und ĂŒber Breinig nach Gressenich fĂŒhrte.

Ludwig der Fromme hatte Benedikt von Ariane das Areal des heutigen KornelimĂŒnster zum Zweck einer KlostergrĂŒndung ĂŒbereignet. Breinig lag innerhalb dieses Landbesitzes und war damit Teil des Territoriums Kloster Inda, der spĂ€teren Reichsabtei KornelimĂŒnster, ein Gebiet, das heute noch im Volksmund gern als „MĂŒnsterlĂ€ndchen“ bezeichnet wird.

(Quelle: „Gruß aus Stolberg“, Seite 156, Hrsg: Stolberger Heimat- und Geschichtsverein
Bild: aus der Postkartensammlung von Hans Kreitz,
Text: Arbeitskreis Stolberger Geschichte)

Samstag, 06.06.2020 - Bild 9: Gruß aus Gressenich

Bild 9: Gruß aus Gressenich

 

 

GaststĂ€tte „Im Pannes“ in Gressenich. Die Darstellung zeigt die GaststĂ€tte mit dem Wartesaal der Straßenbahn im Jahre 1910. Die Bezeichnung „Im Pannes“ weist auf das Wort „Pannhaus“ = Brauerei hin. Die Braurechte lagen in frĂŒherer Zeit fĂŒr den hiesigen Bereich bei der Abtei KornelimĂŒnster und wurde jeweils gegen entsprechende EntschĂ€digungen verliehen.

(Quelle: „Stolberg – wie es einst war“, Hrsg.: Stadt Stolberg aus Anlass des 125-jĂ€hrigen JubilĂ€ums der Stadtwerdung, September 1981, Bild 155;
Text: Arbeitskreis Stolberger Geschichte)

Samstag, 30.05.2020 - Bild 8: Gruß aus Mausbach

Bild 8:

Gruß aus Mausbach


Poststempel vom 22.05.1914

Blick auf den Ort Mausbach mit der Pfarrkirche St. Markus und der Volksschule (heute Plus-Markt) im Vordergrund; im Hintergrund die rauchenden Schornsteine der Grube Diepenlinchen.

Das bis um die Wende des 19. Jahrhunderts fĂŒr die industrielle Entwicklung der Stadt Stolberg bedeutendste Bergwerk lag am Rande der Ortschaft Mausbach, die zur Gemeinde Gressenich gehörte. Die fĂŒr die industrielle Nutzung wichtigen Erze der Grube Diepenlinchen waren Blei- und Zinkerze. Letztere bestanden ĂŒberwiegend aus Galmei (ZnCO3) und Zinkblende (ZnS).

Mausbach gehörte zum frÀnkischen Hof Gressenich, der 872 dem Kloster Inda geschenkt wurde. Um 1000 wurde die Burg Mausbach errichtet, die als Zehnthof 

mit einer spĂ€rlichen Bebauung im nĂ€heren Umfeld den Kern des ursprĂŒnglichen Ortes bildete.

Erst durch die Errichtung der der ZinkhĂŒtte Diepenlinchen wuchs der Ort betrĂ€chtlich und war bald grĂ¶ĂŸer als Gressenich. Dies war auch Anlaß dafĂŒr, dass die Gemeindeverwaltung von Gressenich nach Mausbach verlegt wurde.

Bis zum Ende der abteilichen Herrschaft im Jahre 1804 gehörte der Ort zur Pfarre Gressenich. Anschließend wurde er der Pfarre Vicht zugeordnet, aber bereits nach einem Jahr (1805) wurde Mausbach eigene Pfarre.

(Quelle: „Gruß aus Stolberg“, Seite 147, Hrsg: Stolberger Heimat- und Geschichtsverein

Bild: aus der Postkartensammlung von Hans Kreitz,
Text: Arbeitskreis Stolberger Geschichte)

Samstag, 23.05.2020 - Bild 7: Schwimmanstalt Reidt

Bild 7:

Schwimmanstalt Reinhard Reidt, Bernhardshammer, mit Restaurationsbetrieb vor dem 1. Weltkrieg.

(Quelle: „Stolberg – wie es einst war“, Bild 301, Hrsg: Stolberger Heimat- und Geschichtsverein
Bild: Sammlung des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins,
Text: Arbeitskreis Stolberger Geschichte)

 

 

 

Samstag, 16.05.2020 - Bild 6: BĂŒsbach

Bild 6:

Poststempel vom 30.08.1915

Links: Pfarrkirche St. Hubertus in BĂŒsbach
Rechts: Gastwirtschaft "Zur Barriere"


Bild 6: Stolberg BĂŒsbach

Im Jahre 1680 erhielt BĂŒsbach, das kirchenrechtlich zu KornelimĂŒnster gehörte, zwar eine eigene Kapelle, blieb jedoch weiterhin als Kuraticarie der Abtei KornelimĂŒnster unterstellt.
SelbstĂ€ndige Pfarre wurde BĂŒsbach erst 1804.

Etwa um diese Zeit hatte man in BĂŒsbach die inzwischen baufĂ€llig gewordene Kapelle durch eine neue grĂ¶ĂŸere Kirche ersetzt, die sich jedoch sehr bald als zu klein erwies. Bereits im Jahre 1860 wurde der Grundstein fĂŒr einen Neubau gelegt, der nach knapp vierjĂ€hriger Bauzeit am 23. Juni 1864 seiner Bestimmung ĂŒbergeben wurde. Es war eine mĂ€chtige, weithin dominierende dreischiffige Basilika entstanden, der ganze Stolz der Gemeinde. Das Baumaterial fĂŒr diese Kirche – Bruchstein und Blaustein – hatte man aus SteinbrĂŒchen der nĂ€heren Umgebung gewonnen.


Leider hat die Pfarre bis auf den heutigen Tag erhebliche Probleme mit ihrem „Voreifel-Dom“. In das Mauerwerk eindringende Feuchtigkeit und die Zusammensetzung des Mörtels, der die Fugen stĂ€ndig auseinanderdrĂŒckt, haben zu erheblichen SchĂ€den und Kosten gefĂŒhrt. Im Jahre 1994 musste schließlich der weithin sichtbare und vielen als Orientierung dienende Kirchturm aus SicherheitsgrĂŒnden abgerissen werden, fĂŒr die Pfarre eine schmerzliche Notwendigkeit.


Die Gastwirtschaft „Zur Barriere“ liegt an der Kreuzung von Aachener Straße und Konrad-Adenauer-Straße. An dieser Stelle wurde nach Ausbau der Verbindungsstraße zwischen BĂŒsbach und den Industrieanlagen in MĂŒnsterbusch eine „Zollstelle“ eingerichtet, an der fĂŒr alle GĂŒtertransporte ein „Wegegeld“ gezahlt werden musste. Daher der Name „Zur Barriere“.

(Quelle: „Gruß aus Stolberg“, Seite 131, Hrsg: Stolberger Heimat- und Geschichtsverein
Bild: aus der Postkartensammlung von Hans Kreitz,
Text: Arbeitskreis Stolberger Geschichte)

 

 

 

Samstag, 09.05.2020 - Bild 5: Stolberg Hbf

Bild 5: Stolberg Hauptbahnhof - Frontansicht

Stolberg Hauptbahnhof

Endstation der Straßenbahnlinie. Im rechten GebĂ€udeteil des Bahnhofes befand sich bis Ende der 50er Jahre das Postamt Stolberg 2.

(Quelle: „Gruß aus Stolberg“, Seite 147, Hrsg: Stolberger Heimat- und Geschichtsverein
Bild: aus der Postkartensammlung von Hans Kreitz,
Text: Arbeitskreis Stolberger Geschichte)

Samstag, 02.05.2020 - Bild 4: Stolberg-MĂŒhle

Bild 4:

Blick in die Salmstraße
Poststempel vom 10.09.1903

Bild 4:

Blick in die Salmstraße
Poststempel vom 10.09.1903

Links: Die MĂŒhlener Kirche Maria Himmelfahrt;
Rechts: Die Neustraße (heute Salmstraße)
Die Straße wurde nach dem ehemaligen Rektor und spĂ€teren Pfarrer von Maria Himmelfahrt, Peter Josef Hubert Salm benannt.

(Quelle: „Gruß aus Stolberg“, Seite 108, Hrsg: Stolberger Heimat- und Geschichtsverein
Bild: aus der Postkartensammlung von Hans Kreitz,
Text: Arbeitskreis Stolberger Geschichte)

Samstag, 25.04.2020 - Bild 3: Kath. Pfarrkirche St. Josef und Restaurant "Friedrichsecke"

Fortsetzung unserer Bildreihe "Vergessene Bilder Stolbergs"


Bild 3: Katholische Pfarrkirche St. Josef und Restaurant „Friedrichsecke“

Bild 3: Katholische Pfarrkirche St. Josef und Restaurant „Friedrichsecke“

Auf einer topographischen Karte der Mairie d‘ Stolberg aus dem Jahre 1811 ist im Stadtgebiet der Mairie d‘ Eschweiler ein „Mont Donnerberg“ eingezeichnet, der wahrscheinlich Pate stand fĂŒr die Benennung des heutigen Stolberger Stadtteils.

Das Gebiet gehörte ursprĂŒnglich zur BĂŒrgermeisterei Eschweiler und wurde erst spĂ€ter der Stadt Stolberg zugeordnet.

Auch auf dem Donnerberg war die schnell wachsende Bevölkerung Anlass fĂŒr den Bau einer eigenen Kirche. Der am 13. Mai 1890 gegrĂŒndete Kirchbauverein ermöglichte es, dass am 16. September 1906 der Grundstein fĂŒr eine Kirche gelegt wurde, in der bereits zu Weihnachten 1907 die erste Messe gefeiert werden konnte.

Die Kirche wurde zu Ehren des Heiligen Josef, des Schutzpatrons der arbeitenden Bevölkerung, geweiht.

1944 wurde das Gotteshaus durch Kriegseinwirkung sehr stark beschÀdigt [
] .

1953 organisierte Pfarrer Carl Lauterbach den Wiederaufbau, besser gesagt den Neubau der Kirche; denn das neuerstandene Gotteshaus erinnerte in seiner Gestaltung – vergrĂ¶ĂŸerte Hallenkirche mit flachgedecktem Turm und rechteckigen Fenstern – kaum noch an den VorgĂ€ngerbau.

(Quelle: „Gruß aus Stolberg“, Seite 152, Hrsg: Stolberger Heimat- und Geschichtsverein
Bild: aus der Postkartensammlung von Hans Kreitz,
Text: Arbeitskreis Stolberger Geschichte)