Samstag, 23.06.2018 - Besuch der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang

Ganztagsexkursion

Der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein besuchte die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang


‚ÄěDie SS suchen Sie hier vergeblich‚Äú meinte der Referent, der den Teilnehmern der Gruppe des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins zur Einstimmung auf den geschichtlich beeindruckenden Tag zun√§chst einen √úberblick √ľber die Standorte von Geb√§uden und deren Zweckbestimmung innerhalb der Anlage gab. Sehr engagiert vermittelte der Referent den Eindruck von dem NS-typischen Gigantismus der Bau- und Kunstwerke sowie vom Ausdruck seiner √úberheblichkeit und Menschenverachtung.

Zum Erhalt des NS-Systems planten die Nazis vier NS-Ordensburgen mit der Aufgabe, Parteikarrieristen ‚Äď ohne Ansehen von Bildung oder sozialer Herkunft ‚Äď auf ihre k√ľnftigen Aufgaben als politische F√ľhrer im Dritten Reich, besonders in den neu zu erobernden Gebieten, vorzubereiten. ¬†Die ideologische Pr√§gung erfolgte durch Vortragsreihen und Seminare, aber auch durch die k√∂rperliche Formung mit milit√§rischem Drill und vielerlei Sport. ‚Ķ Eine NS-Ersatzreligion mit Riten und pathetischen Feiern lie√ü die Ordensjunker glauben, Anteil zu haben an der Schaffung eines ‚ÄěNeuen Menschen‚Äú der Zukunft [NS-Dokumentation Vogelsang]. Eine dieser NS-Ordensburgen war Vogelsang. Da die Anlage wegen des Zweiten Weltkrieges nicht fertiggestellt wurde, hatte sie eine Kapazit√§t von nur 900 Teilnehmern f√ľr eine geplante vierj√§hrige Ausbildung. Es hat aber - kriegsbedingt ‚Äď kein Teilnehmer die ganze Ausbildungszeit abgeschlossen. Zum Vernichtungskrieg im Osten eingezogen waren sehr viele der Ordensjunker an NS-Verbrechen beteiligt.

1934 wurde der Grundstein f√ľr die Anlage der NS-Ordensburg gelegt. Der geplante Lehrbetrieb f√ľr die NS-Elite endete mit Beginn des 2. Weltkrieges (1.9.1939). In der Folgenutzung zogen ‚ÄěAdolf-Hitler-Schulen‚Äú ein. Nach der Schlacht im H√ľrtgenwald im Jahre 1945 wollten die siegreichen Amerikaner die Anlage, die im Kriege fast unzerst√∂rt geblieben war, sprengen. Die weitere politische Entscheidung der Besatzungsm√§chte verlangte aber Unterbringungsm√∂glichkeiten f√ľr die Besatzungsarmeen. So blieb die Anlage f√ľr die Englischen Besatzungstruppen erhalten, die hier 1946 als Truppen√ľbungsplatz das ‚ÄěCamp Vogelsang‚Äú einrichteten. Im Verlauf dieser Ma√ünahme wurde das Dorf Wollseifen ger√§umt und die Einwohner vertrieben. Von 1950 bis 2005 √ľbernahmen die Belgier das Camp und nutzten es als NATO-Truppen√ľbungsplatz. Nach Beendigung des Kalten Krieges und Abzug des belgischen Milit√§rs wurde im Jahre 2006 die Anlage f√ľr Besucher als ‚ÄěInternationaler Platz (IP)‚Äú ge√∂ffnet. Im Jahre 2016 erfolgte dann die Er√∂ffnung des neuen Vogelsang IP mit NS-Dokumentation und Nationalpark-Zentrum Eifel.

Im Anschluss an diese sehr informative und nachhaltig beeindruckende F√ľhrung durch den Referenten besuchten interessierte Teilnehmer die Ausstellung der NS-Dokumentation und/oder des Nationalparks Eifel.

Auf der R√ľckfahrt waren sich alle einig: Es war ein sehr informativer und nachhaltig bedr√ľckender Tag. Neben der Aufarbeitung der dunklen Geschichte vermittelt die ehemalige NS-Ordensburg heute unsere Werte von Wertsch√§tzung, Dialog und Offenheit.
Karl Meurer

Montag, 23.04.2018 - Vorbereitungen zu "Stolberg Goes History"

Montag, 23.04.2018, Vorbereitungen zu "Stolberg Goes History"

Anl√§sslich des diesj√§hrigen Stadtjubil√§ums "900 Jahre Stolberg" finden am Wochenende 09./10. Juni 2018 in Stolberg viele geschichtliche Veranstaltungen einschlie√ülich eines Festumzuges "Stolberg Goes History" statt. Der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein beiteiligt sich an diesen Feierlichkeiten neben seiner √ľber das Jahr verteilten Vortragsreihe im Rittersaal der Stolberger Burg an diesem Wochenende mit einer mittelalterlichen "Schreibstube", in der Schreiber der Stolberger Burgherren von Efferen in historisierender Gewandung f√ľr alle interessierten Besucher Urkunden ausstellen.

Foto: Helmut SchreiberZur Vorbereitung dieses Events trafen sich einige Vorstandsmitglieder am Montag, 23.04.2018, nachmittags am Lager Buschm√ľhle, um dort den Pavillon aufzubauen und mit verschiedenen Assessoirs probeweise auszustatten. F√ľr die besonders angefertigten Innenw√§nde, die sp√§ter mit gro√üformatigen Urkunden "geschm√ľckt" werden, mussten windsichere Aufstell- und Befestigungsm√∂glichkeiten getestet werden.

Die erfolgreiche Gruppenarbeit wurde schlie√ülich gekr√∂nt durch ein Gruppenfoto, das auf dem Plakat und/oder Flyer f√ľr die Wochenendveranstaltung erscheinen soll.

Nach ca. drei Stunden war der Test vorbei und alles Material wieder ordnungsgemäß eingelagert.

Abschließend waren sich alle einig, dass diese Testaktion als Vorbereitung sehr hilfreich und wegen der guten Teamarbeit auch sehr erfolgreich war .

 Foto: Helmut Schreiber

Dienstag, 17.04.2018 - Fr√ľhjahrskehrwoche 2018

Dienstag, 17.04.2018 - Fr√ľhjahrskehrwoche 2018

Am Dienstag, den 17.04.2018, trafen sich am Nachmittag einige Vorstandsmitglieder auf dem Vorplatz zur alten Vichter Schule (heute Kindergarten Eifelstr. 68), um traditionsgem√§√ü den Platz von den Hinterlassenschaften des Winters zu befreien. Mit eigenem Werkzeug wurde das Altholz, das die St√ľrme von den B√§umen geweht hatten, zusammengerecht, Papier und Unrat aufgesammelt, der Gehweg gekehrt sowie die Haust√ľre und das Zahlenschild des Kindergartens gereinigt. Wir konnten es kaum glauben, dass das Ergebnis dieser Aktion mit fast zwei Schubkarren entsorgt werden musste.

Zum Abschluss traf man sich unter dem "Dach" zu einem Gruppenfoto.

 

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