Samstag, 02.05.2020 - Bild 4: Stolberg-MĂŒhle

Bild 4:

Blick in die Salmstraße
Poststempel vom 10.09.1903

Bild 4:

Blick in die Salmstraße
Poststempel vom 10.09.1903

Links: Die MĂŒhlener Kirche Maria Himmelfahrt;
Rechts: Die Neustraße (heute Salmstraße)
Die Straße wurde nach dem ehemaligen Rektor und spĂ€teren Pfarrer von Maria Himmelfahrt, Peter Josef Hubert Salm benannt.

(Quelle: „Gruß aus Stolberg“, Seite 108, Hrsg: Stolberger Heimat- und Geschichtsverein
Bild: aus der Postkartensammlung von Hans Kreitz,
Text: Arbeitskreis Stolberger Geschichte)

Samstag, 25.04.2020 - Bild 3: Kath. Pfarrkirche St. Josef und Restaurant "Friedrichsecke"

Fortsetzung unserer Bildreihe "Vergessene Bilder Stolbergs"


Bild 3: Katholische Pfarrkirche St. Josef und Restaurant „Friedrichsecke“

Bild 3: Katholische Pfarrkirche St. Josef und Restaurant „Friedrichsecke“

Auf einer topographischen Karte der Mairie d‘ Stolberg aus dem Jahre 1811 ist im Stadtgebiet der Mairie d‘ Eschweiler ein „Mont Donnerberg“ eingezeichnet, der wahrscheinlich Pate stand fĂŒr die Benennung des heutigen Stolberger Stadtteils.

Das Gebiet gehörte ursprĂŒnglich zur BĂŒrgermeisterei Eschweiler und wurde erst spĂ€ter der Stadt Stolberg zugeordnet.

Auch auf dem Donnerberg war die schnell wachsende Bevölkerung Anlass fĂŒr den Bau einer eigenen Kirche. Der am 13. Mai 1890 gegrĂŒndete Kirchbauverein ermöglichte es, dass am 16. September 1906 der Grundstein fĂŒr eine Kirche gelegt wurde, in der bereits zu Weihnachten 1907 die erste Messe gefeiert werden konnte.

Die Kirche wurde zu Ehren des Heiligen Josef, des Schutzpatrons der arbeitenden Bevölkerung, geweiht.

1944 wurde das Gotteshaus durch Kriegseinwirkung sehr stark beschÀdigt [
] .

1953 organisierte Pfarrer Carl Lauterbach den Wiederaufbau, besser gesagt den Neubau der Kirche; denn das neuerstandene Gotteshaus erinnerte in seiner Gestaltung – vergrĂ¶ĂŸerte Hallenkirche mit flachgedecktem Turm und rechteckigen Fenstern – kaum noch an den VorgĂ€ngerbau.

(Quelle: „Gruß aus Stolberg“, Seite 152, Hrsg: Stolberger Heimat- und Geschichtsverein
Bild: aus der Postkartensammlung von Hans Kreitz,
Text: Arbeitskreis Stolberger Geschichte)

Samstag, 18.04.2020 - Bild 2: Straßenbahn am Oberstolberger Markt

Fortsetzung unserer Bildreihe "vergessene Bilder Stolbergs".

Wir holen aus vielen Veröffentlichungen, BĂŒchern und  sonstigen Schriften wĂ€hrend der "Corona-Krise" wöchentlich ein Bild aus der Vergessenheit ins Bewusstsein zurĂŒck.


Bild 2: Straßenbahn am Oberstolberger Markt

Eine Straßenbahn hĂ€lt am Ende der 50er Jahre am Oberstolberger Markt (Zweifaller Str.).

Ab 20. Oktober 1881 fuhr eine Pferdebahn vom Stolberger Rheinischen Bahnhof (Hauptbahnhof) zur Post. Schon am 3. November 1881 wurde die Strecke verlÀngert bis Stolberg-Hammer.
Die Umstellung der Pferdebahn auf elektrischen Betrieb erfolgte am 11. September 1897.
Die Straßenbahn war das wichtigste Verkehrsmittel der Stadt.

Am 16. April 1898 wurde die Strecke bis Finkensief und Vicht verlÀngert.
Und ab 30. April 1909 fuhr die Straßenbahn nach Gressenich und Hamich.
Am 31. August 1909 fuhr sie von Finkensief nach BĂŒsbach und ElgermĂŒhle.

WĂ€hrend der Kriegseinwirkungen 1944/45 ruhte der Betrieb. Jedoch ab Juni 1946 fuhr die Straßenbahn wieder. Am 5. Oktober 1959 erfolgte die Umstellung auf Omnibusverkehr.

(Quelle: "Gruß aus Stolberg", Seite 27, Hrsg: Stolberger Heimat- und Geschichtsverein
Bild: aus der Postkartensammlung von Hans Kreitz,
Text: Arbeitskreis Stolberger Geschichte)


Samstag, 11.04.2020 - Bild 1 der "vergessenen Bilder Stolbergs"

In Zeiten der behördlichen KontakteinschrÀnkungen wÀhrend der Corona-Krise wollen wir wöchentlich zum Wochenende an "vergessene Bilder Stolbergs" erinnern, die in den vielen Veröffentlichungen und (Privat-) Archiven schlummern.

Da eine Zusammenkunft bei unseren Veranstaltungen zurzeit nicht möglich ist, haben wir uns zum Ziel gesetzt, mit dieser Aktion die Kommunikation und das Wachhalten von Erinnerungen aufrecht zu erhalten.

Heute starten wir mit dem

 

Bild 1:

Die Vennbahn bei der Einfahrt in den Bahnhof Stolberg-Altstadt

 

Zur Eröffnungsfahrt der Vennbahn finden sich am Samstag, dem 30. April 1994, bei strahlend blauem Himmel neben den geladenen GĂ€sten zahlreiche Vennbahn-Freunde in Stolberg Hbf , am Vennbahn-Bahnsteig an Gleis 27 ein, um dem Festakt beizuwohnen und anschließend an der Eröffnungsfahrt von Stolberg Hbf nach Monschau teilzunehmen.

Die zweiteilige Schienenbus-Einheit, die von der DĂŒrener Kreisbahn ausgeliehen wurde, ist bis auf den letzten Platz besetzt. Die Ankunft der Vennbahn auf den einzelnen Haltepunkten wird von Musikkapellen begleitet, welche die FahrgĂ€ste kurz zum Verweilen bei den organisierten Bahnhofsfesten in Roetgen, Lammersdorf und Monschau einladen.

Am Endbahnhof Monschau schließt die Fahrt mit einem Festakt ab, worauf der Verein Vennbahn e.V. anschließend zu Freibier und Erbsensuppe einlĂ€dt.

Nach ca. einstĂŒndigem Aufenthalt tritt man die RĂŒckfahrt nach Stolberg Hbf an.

(Quelle fĂŒr Bild und Text: "Verwaltungsbericht der Stadt Stolberg 1992 - 1998", Text und Foto: Karl Meurer)

Sonntag, 29.03.2020 - "Corona-Krise"

Liebe Vereinsmitglieder,
sehr geehrte GĂ€ste,

leider mussten wir dem Beispiel der ĂŒbrigen kulturellen Veranstaltungen folgen und unsere Exkursionen und VortrĂ€ge im ersten Halbjahr absagen.
Wir leisten damit unseren gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verlangsamung der Neu-Infektionen. Durch die Vermeidung von Personengruppen wird die Neu-Infizierung mit dem Corona-Virus erschwert.
Zu unseren weiteren Veranstaltungen erhalten unsere Mitglieder - wie gewohnt - eine persönliche Einladung.
Informationen ĂŒber die kommenden Veranstaltungen (nach Lockerung der behördlichen Auflagen) erhalten Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik "Veranstaltungen".
Wir wĂŒnschen Ihnen besonders in dieser Zeit eine gute Gesundheit.

Samstag, 28.09.2019, Atelierbesuch bei Monika RĂŒtten in JĂŒlich

Samstag, 28.09.2019 - Atelierbesuch bei der Diplom-Designerin Monika RĂŒtten in JĂŒlich

Am Samstag, dem 28.09.2019 lud der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. zu einem Atelierbesuch nach JĂŒlich ein. Die 19 Teilnehmer wurden dort von der Dipl.-Designerin Monika RĂŒtten in ihrem Ausstellungsraum erwartet.

Monika RĂŒtten hatte seit 1983 an 29 sakralen Fenstergestaltungen mitgewirkt, darunter im Aachener Dom und in der Katholischen Pfarrgemeinde St. Johannes-Baptist in Stolberg-Vicht.

In ihrer heutigen Schaffensphase verlagerte sich ihr Schwerpunkt thematisch auf Motive in der Natur. Ihren speziellen Ausdruck sucht sie jetzt vornehmlich in der Kombination von Naturelementen – z.B. ein Stoppelfeld oder eine Feder – mit gestalterischen Elementen aus ihrer Farbpalette.

 

Monika RĂŒtten begeisterte die Besucher besonders durch ihre Bereitwilligkeit, sich bei einzelnen Bildern selbst zu outen und die Entwicklung der Objekte wĂ€hrend der Schaffensperiode im Einzelnen darzustellen. So wurden neben den Naturobjekten besonders Marmormehl-Spachtelmasse, verschiedene Farbpigmente, Acryl-Emulsion, Öle, Tinte und viele weitere Materialien eingesetzt.

 

Monika RĂŒttens ErlĂ€uterungen der einzelnen Schaffensschritte und ihre insgesamt freundliche und offene Art der Darstellung begeisterten die Besucher sehr, und wĂ€hrend der RĂŒckfahrt gab es ausreichend Gelegenheit, die nachhaltigen EindrĂŒcke zu besprechen.

Dieser Atelierbesuch war ein nicht alltÀgliches Erlebnis.

Karl Meurer

Donnerstag, 12.09.2019 - Vortrag "Der Eiserne Rhein"

Vortrag "Der Eiserne Rhein" im Kupferhof Rosenthal

Am Donnerstag, 12.09.2019, 20.00 Uhr lud der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein im Kupferhof Rosenthal zu einem Vortrag "Der Eiserne Rhein" ein.

Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer, Karl Meurer, beleuchtete die Geschichte der ersten grenzĂŒberschreitenden Eisenbahnverbindung von Köln nach Antwerpen.

Am 20.09.2019 veröffentlichten die STOLBERGER NACHRICHTEN den folgenden Artikel von Toni Dörflinger:

Spannend und anschaulich

Karl Meurer referiert auf Einladung des Geschichtsvereins zum Eisernen Rhein

 

Stolberg Mit dem Thema der „Eiserne Rhein“, prĂ€sentierte der pensionierte Bundesbahnoberamtsrat Karl Meurer den Besuchern im Saal des Kupferhofes Rosenthal einen spannenden Vortrag. Diesen gestaltete der 70-JĂ€hrige, der allein 44 Jahre in Diensten der Deutschen Bahn gestanden hatte, anschaulich und ĂŒberaus lebendig.

Lebendig wurde der Vortrag, dem man anmerkte, dass es das „Leibthema“ des frĂŒheren Bahnbeamten war, allein dadurch, dass Meurer nicht nur die historischen AblĂ€ufe anschaulich schilderte, sondern auch auf die Berichte der damaligen Zeitzeugen einging: Zeugen, die unter anderem im Jahre 1841 die Eröffnung der Eisenbahnstrecke von Köln nach Aachen miterlebt hatten und das Ereignis in zeitgenössischen Berichten mit großer Empathie und Begeisterung wiedergegeben hatten. Untermalt hatte der Bahnexperte seinen Vortrag mit einer Power-Point-PrĂ€sentation, in der Kartenmaterial, Fotos der damals beteiligten Personen und errichteten Bauwerke sowie Bilder der ersten, ĂŒberwiegend aus England stammenden Lokomotiven gezeigt wurden.

Der Vortrag fand auf Einladung des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereines statt. Als Eiserner Rhein wird die in der ersten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts entstandene Bahnstrecke von Köln nach Antwerpen bezeichnet. Eiserner Rhein deswegen, weil der Schienenstrang, der regelmĂ€ĂŸig mit Lokomotiven und Waggons befahren wurde, eine ĂŒber Land fĂŒhrende Alternative zum Wasserweg Rhein war. Schließlich hatten damals die NiederlĂ€nder den GĂŒtertransport ĂŒber den Rhein zum Hafen nach Antwerpen mit hohen Schutzzöllen belegt. Darum suchte der junge Staat Belgien, der sich 1830 von den Niederlanden gelöst hatte, nach einem anderen, wirtschaftlicheren Transportweg. Ein Transportweg, bei dem Lokomotiven und Schienen zum Einsatz kommen sollten, die man im frĂŒhen 19. Jahrhundert schon in England entwickelt hatte. Demnach kam englische Technologie zum Einsatz, als im Mai 1835 als erste Eisenbahn auf dem europĂ€ischen Kontinent in Belgien die Strecke von BrĂŒssel nach Mechelen eröffnet wurde.

(1835: Erste belgische Lokomotive: L'Elefant)


Wie Meurer darstellte, wurde von belgischer Seite rasch der Kontakt nach Preußen gesucht, um diese Strecke nach Köln zu verlĂ€ngern. Laut Meurer wurde die Idee in Preußen begeistert aufgenommen, so dass sich im Kölner und Aachener Umfeld zwei private Eisenbahngesellschaften bildeten. Allerdings hatten die Kölner einen Schienenweg geplant, der Aachen und DĂŒren ausklammern sollte. Diese Idee gefiel, wie der Bahnexperte schilderte, David Hansemann, dem PrĂ€sidenten der damaligen Aachener Handelskammer ĂŒberhaupt nicht. Er forcierte verstĂ€ndlicherweise einen Aachener Anschluss. Letztendlich setzte sich Hansemann durch und „seine“ Rheinische Eisenbahngesellschaft wurde in den spĂ€ten 1830er Jahren mit dem Bau der Strecke von Köln nach Aachen beauftragt. Die fĂŒr das Projekt erforderlichen Bahnhöfe, Tunnel, DĂ€mme und Viadukte prĂ€sentierte Meurer, indem er stellvertretend einige damalige Bauwerke vorstellte.

Seinen Vortrag schloss Meurer, der 1991 gemeinsam mit seinem Onkel Josef Meurer das lokalgeschichtliche Werk „Dampf im Vichtbachtal – 150 Jahre Eisenbahn in Stolberg“ herausgegeben hatte, indem er auf die Entwicklung der historischen Bahnstrecke nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute einging: Themen waren dabei die Elektrifizierung der Strecke und die ErtĂŒchtigung der Linie fĂŒr die Hochgeschwindigkeit.

 

Samstag, 24.08.2019 - Exkursion nach Dinant (Belgien)

In der Heimat ehemaliger Stolberger Kupfermeister

Der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. besuchte die ursprĂŒngliche Heimat der Vorfahren Stolberger Kupfermeister in Dinant (Belgien)

 

Am Samstag, dem 24.08.2019, lud der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. zu einer Exkursion in die frĂŒhere Heimat eines Teils Stolberger Kupfermeister ein. Die Fahrt der 45 Teilnehmer fĂŒhrte diesmal in die belgische Stadt Dinant an der Maas.

Im 12. Jahrhundert blĂŒhte in Dinant das erfolgreiche Messinghandwerk und gab der Stadt eine besondere ĂŒberregionale Bedeutung. Die Bezeichnung „Dinanterien“ wurde zum Synonym fĂŒr bestimmte in Dinant hergestellte Messingwaren.

Nachdem Karl der KĂŒhne, Herzog von Burgund, im Jahre 1466 die Stadt Dinant zerstört hatte, verließen viele Batteurs, heute Kupfermeister bzw. Kupfer- und MessingschlĂ€ger genannt, die Stadt und siedelten sich in anderen StĂ€dten an, so auch in LĂŒttich und Aachen, wo sie ein blĂŒhendes Gewerbe aufbauten. Von Aachen kamen auch Kupfermeister nach Stolberg z.B. die Kupfermeister der Familie Momma, die schon in Dinant nachweisbar ist.

Das malerische StĂ€dtchen faszinierte von Anfang an durch seine pittoresken HĂ€user, die aber nach der Zerstörung im Ersten Weltkrieg nach alten Ansichten und PlĂ€nen wieder neu aufgebaut wurden. Besonders beeindruckend ist die Zitadelle (1818 – 1821 erbaut) auf dem hohen Felsen, zu der eine Seilbahn fĂŒhrt.

Überregional bekannt ist die Stiftskirche Notre Dame de Dinant aus dem 13. bis 14. Jahrhundert mit einem kunstvollen Westwerk. Die ehemalige Abtei Notre-Dame de Leffe von 1152 ist der Namensgeber der Biersorte „Leffe“. Beim gefĂŒhrten Stadtrundgang fielen besonders die ĂŒbermannsgroßen avantgardistischen Saxophonmodelle auf der Pont Charles de Gaulle sowie verschiedenen PlĂ€tzen der Altstadt auf, mit der die Stadt ihren großen Sohn, Adolphe Sax (1814 – 1894) feiert.

WĂ€hrend der RĂŒckfahrt war ausreichend Zeit, die vielfĂ€ltigen EindrĂŒcke zu verarbeiten und sich entspannt ĂŒber die informative und erlebnisreiche Fahrt auszutauschen.

Text: Verein

Foto: Hubert Dohmen