Sonntag, 05.03.2017 - "Tag der Geschichte" im Stolberger Rathaus

Sonntag, 05.03.2017, 11.00 - 17.00 Uhr

"Tag der Geschichte" im Historischen Stolberger Rathaus

Wegen des regen Publikumsinteresses im vergangenen Jahr beim bundesweiten "Tag der Archive" veranstaltete das Stolberger Stadtarchiv im Jahresabstand den "Tag der Geschichte" in Stolberg. Neben der eigenen Ausstellung zum Thema "Arbeit" und drei angebotenen F√ľhrungen durch das Stadtarchiv waren auch Stolberger geschichtsinteressierte Vereine und Vereinigungen eingeladen, die gerne diese Plattform annahmen, um sich in der √Ėffentlichkeit zu pr√§sentieren.

Wie im Vorjahr war auch der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. mit einem Informations- und Verkaufsstand vertreten.
F√ľr diese Veranstaltung hatte der Vorsitzende, Helmut Schreiber, aus dem Archiv ein sehr gutes Angebot an Antiquariatsb√§nden herausgesucht und in bereitgestellten "W√ľhlkisten" zum Verkauf angeboten. Das Interesse der Besucher war unerwartet gro√ü, so dass man sich entschloss, bei diesem "Tag der Geschichte" weiterhin vorwiegend Antiquariat anzubieten.

Der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein pr√§sentierte sich im Rahmen seiner √Ėffentlichkeitsarbeit den interessierten Besuchern mit dem Buchangebot und vielen informativen Gespr√§chen. Mit dem Ergebnis dieser √Ėffentlichkeitsarbeit zeigte sich der Vorstand mehr als zufrieden und wertete diese Veranstaltung als vollen Erfolg.

Donnerstag, 19.01.2017 Mitgliederversammlung

Am Donnerstag, 19.01.2017, 20.00 Uhr, lud der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. zu seiner j√§hrlichen Mitgliederversammlung in den Ballsaal des Kupferhofes Rosental ein.¬† Mit 41 Teilnehmern war der Saal gut gef√ľllt.

 

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Donnerstag, 10.11.2016 - Buchvorstellung "Werden und Wachsen, Handel und Wandel in Stolbergs Mitte", Teil 3a

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Vereinsmitglieder,

wie in unserem Jahresprogramm angek√ľndigt fand am Donnerstag, dem 10.11.2016, 20.00 Uhr, im Ballsaal des Kupferhofes die Buchvorstellung unserer diesj√§hrigen Neuerscheinung statt. Ca. 90 Besucher f√ľllten den Saal fast bis auf den letzten Platz.

 

Nach der Begr√ľ√üung durch unseren Vorsitzenden, Helmut Schreiber, gab die Ehrenamtsbeauftragte der Stadt Stolberg, Frau Hildegard Nie√üen, einen unterhaltsamen Einblick in das neue Werk von A. Katharina und Helmut Schreiber, Werden und Wachsen ... Teil 3 a, das in diesem Jahr - p√ľnktlich zum Weihnachtsgesch√§ft - erscheint. Voller Begeisterung nahmen einige Besucher das angebote Buch nach der Veranstaltung gleich mit.

 

Als H√∂hepunkt der Buchvorstellung ging B√ľrgermeister, Dr. Tim Gr√ľttemeier, nochmals kurz auf das Buch ein und wertete die Buchreihe "Werden und Wachsen ..." als elementare Grundlage der Stolberger Geschichtsschreibung. Er dankte den beiden Autoren ausdr√ľcklich im Namen der Stadt Stolberg f√ľr ihre sehr intensive und zeitaufw√§ndige Recherchet√§tigkeit und gratulierte ihnen zum Ergebnis dieses informativen und gleichsam unterhaltsamen Buches.

 

Im zweiten Teil des Abends stellte A. Katharina Schreiber in einem von Helmut Schreiber mit Lichtbildern unterst√ľtzten Vortrag die Geschichte des Steinwegs vor. Dabei haben alle Besucher bedauert, das der Zeitrahmen f√ľr ihren kurzweiligen Vortrag begrenzt war.

 

Abschlie√üend ehrte der Verein in Person des stellvertretenden Vorsitzenden, Werner Schindler, die beiden Buchautoren, A. Katharina und Helmut Schreiber, mit einem Blumenstrau√ü und einem Weinpr√§sent und dankte ihnen ausdr√ľcklich f√ľr die akribische Arbeit und Recherche, die dieses Buch erm√∂glicht haben.

 

Ein besonderer Dank in Form eines Blumenstrau√ües geb√ľhrte auch der Ehrenamtsbeauftragten der Stadt Stolberg, Frau Hildegard Nie√üen, die nun schon zum dritten Mal unsere Buchreihe "Werden und Wachsen - Handel und Wandel in Stolbergs Mitte" sehr informativ und unterhaltsam vorstellte.

 

Den Zeitungsartikel der Stolberger Nachrichten finden Sie im Anhang.

 

Freundliche Gr√ľ√üe aus der Kupferstadt Stolberg
im Auftrag des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins e.V.
Gesch√§ftsf√ľhrer Karl Meurer

 

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Samstag, 06.10.2016 - Besuch der Ausstellung √ľber Herzog Wilhelm V. in J√ľlich

"Der reiche Herzog" wird 500 Jahre alt


Anl√§sslich des 500. Geburtstags von Herzog Wilhelm V. von J√ľlich Kleve-Berg (1516 - 1592) lud das Museum der Zitadelle J√ľlich zu einer besonderen Ausstellung √ľber das Leben und Wirken dieses bedeutenden Herrschers ein. Da Herzog Wilhelm V. ebenfalls der Herrscher √ľber die Stolberger Unterherrschaft zu Zeiten von Hieronymus von Efferen war, gab es f√ľr den Stolberger Heimat- und Geschichtsverein quasi die Verpflichtung, diese Ausstellung am 6. Oktober 2016 mit einer Gruppe von 21 Teilnehmern zu besuchen.

In seiner professionellen F√ľhrung erl√§uterte der Direktor des Museums und Kurator der Ausstellung √ľberWilhelm V., Herr Guido van Buhren, zur Einstimmung zun√§chst die Au√üenanlagen. Nach einem verheerenden Stadtbrand im Jahr 1547 lie√ü Herzog Wilhelm V. die Stadt J√ľlich als ideale Stadt- und Festungsanlage mit einem v√∂llig neuen Stra√üenraster erstehen.¬† Im Zentrum steht das um 1549 als neue Residenz im Stile der r√∂mischen Hochrenaissance errichtete Schloss, das von den Zeitgenossen als so sch√∂n und stattlich angesehen wurde, "dass selbst der Kaiser darin h√§tte wohnen k√∂nnen."

Erstaunlich zu h√∂ren, dass zu dieser Zeit ein Herrscher mit seinem Hofstaat w√§hrend des ganzen Jahres stets von Pfalz zu Pfalz zog, um sich im Schloss nur ca. 6 Wochen aufzuhalten. Dann waren die Vorr√§te ersch√∂pft. Bei Engp√§ssen kam es sogar vor, dass die umliegenden Kl√∂ster angewiesen wurden, die inzwischen zur Neige gehenden Vorr√§te des Herrschers neu aufzuf√ľllen.

Zum unterhaltsamen Teil des bewegten Herrscherlebens geh√∂rte sicherlich die gut dokumentierte Hochzeitsfeier seines Erbsohnes Johann Wilhelm mit Jakobe von Baden am 16. Juni 1585. In den folgenden acht Tagen genossen ca. 1.500 G√§ste die Feierlichkeiten in Form von Festbanketten, T√§nzen, Turnieren und Feuerwerken. Selbst K√ľchenzettel geben als prim√§re Dokumente Auskunft √ľber den Speisezettel und die zu beschaffenden Vorr√§te. Das Fest stellte einen H√∂hepunkt herrschaftlicher Pracht am Rhein zur Zeit der Renaissance dar. "Dieser hochzeitliche Ehrentag ist gar herrlich, f√ľrstlich und pr√§chtig zugegangen, wie sich bei solchem m√§chtigen F√ľrsten wohl geziemt", kommentierte der K√∂lner B√ľrger Hermann Weinsberg.

Durch dieses Fest mit seiner Au√üenwirkung dokumentierte Wilhelm V. allen Nachbarn, dass er trotz der Reformationsbestrebungen und gelebter Toleranz f√ľr seine Untertanen weiterhin fest zum katholischen Glauben stehe. Er geh√∂rte der F√ľrstengeneration an, die 1555 den Augsburger Religionsfrieden geschlossen hatte. Zum Ende des 16. Jahrhunderts verh√§rteten sich jedoch wieder die Fronten. Wilhelm V. nahm eine vermittelnde Position zwischen Katholiken, Lutheranern und Calvinisten ein. Er sah sich mit seinem Handeln ausschlie√ülich Gott gegen√ľber in der Verantwortung. So setzte er die Politik seines Vaters fort und nahm mit eigenen Kirchenordnungen Einfluss auf die kirchlichen Verh√§ltnisse. Letztlich bildeten die Herzogt√ľmer J√ľlich-Kleve-Berg eines der wenigen gemischt-konfessionellen Gebiete im Reich (Quelle: Ausstellungstext).

Die Ausstellung war durch verschiedene multimediale Exponate sehr informativ und unterhaltsam gestaltet und vermittelte einen guten Einblick in die Lebensverhältnisse und das höfische Leben im 16. Jahrhundert.

Karl Meurer, Foto: Verein


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Samstag, 17.09.2016 Exkursion nach Z√ľlpich - ins r√∂mische Tolbiacum

Franzosen erk√§mpften ihren Staat in Z√ľlpich

Die erfolgreiche Landesgartenschau 2014 klingt noch in allen Ohren, als am 17.09.2016 eine Gruppe des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins mit 22 Teilnehmern eine Exkursion zum¬† geschichtstr√§chtigen Ort Z√ľlpich unternimmt. Der Fokus liegt allerdings diesmal auf der Vergangenheit von Z√ľlpich, der alten R√∂merstadt "Tolbiacum".

Der erste Weg f√ľhrte in die Pfarrkirche, St. Peter, die 848 erstmals urkundlich erw√§hnt wurde. Nach dem¬† alliierten Bombenangriff am 24. Dezember 1944 wurde die Kirche vollst√§ndig zerst√∂rt und zu Beginn der 1950er Jahre in Backsteinziegeln neu errichtet. Da das Interieur vor dem Angriff ausgelagert werden konnte und somit von der Zerst√∂rung verschont blieb, konnten u.a. die historischen Antwerpener Schreinalt√§re nach dem Neubau wieder in den jetzt modernen Kirchenbau integriert werden. Ein besonderes museales Seitenschiff nahm die sehenswerten Fragmente der zerst√∂rten Kirche auf und schuf damit einen kunsthistorischen Kontrast zum sakralen Kirchenraum. Der Besuch der romanischen Krypta beendete den Besuch von St. Peter.


Die kommenden zwei Stunden geh√∂rten einer Stadtf√ľhrung, die vor allem den historischen Anf√§ngen und der r√∂mischen Zeit von Z√ľlpich gewidmet war. Eine Sternstunde in der fr√§nkischen Historie stellte sicher die Taufe des heidnischen K√∂nigs Chlodwig I. dar, der seiner christlichen Ehefrau Chrodechild versprochen hatte, den christlichen Glauben anzunehmen, wenn die Alemannen in der Schlacht von Z√ľlpich (496) besiegt werden k√∂nnten. Es war die Zeit im 5. Jahrhundert, als die germanischen Alemannen meist erfolgreiche Raubz√ľge in dem Gebiet der Franken unternahmen.








Im Verlauf der Schlacht soll der damals noch heidnische Frankenk√∂nig, Chlodwig I., seine Taufe f√ľr den Fall eines Sieges gelobt haben. Die Alemannen unterwarfen sich, nachdem ihr K√∂nig gefallen war. Chlodwig I. soll den Erfolg seinem Gel√∂bnis zugeschrieben haben. Er glaubte an die Hilfe Gottes in der Schlacht und lie√ü sich noch im selben Jahr 496 in Reims zum Christen taufen.

Nach germanischer Tradition wurde damit das ganze Frankenreich christlich. Seither gilt die Schlacht von Z√ľlpich als Ursprung des franz√∂sischen Staates. Unter Napoleon III. wurde eine breite Stra√üe im S√ľdosten von Paris Rue de Tolbiac ("Z√ľlpicher Stra√üe") benannt, und sie tr√§gt diesen Namen bis heute.


Den kr√∂nenden Abschluss der Exkursion bildete die Besichtigung der R√∂merthermen Z√ľlpich. Basis dieses Museums der Badekultur bildete die Ausgrabungsst√§tte einer r√∂mischen Badeanlage (Therme). Besonders beeindruckend war die "Hightech" der Antike, die den R√∂mern mit hei√üem Badewasser und Fu√übodenheizung Wellness¬† und Entspannung erm√∂glichte.

Dieses Museum der Badekultur beinhaltet eine europaweit einzigartige Ausstellung. Mit  multimedialen Mitteln werden dem Besucher Artikel und Ambiente von der römischen Therme bis zur aktuellen Badekultur nahe gebracht.

Die F√ľhrungen durch diese geschichtlichen und historischen Schwerpunkte der Stadt Z√ľlpich machten diese Exkursion zu einem nachhaltigen Erlebnis.

Karl Meurer

 

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Donnerstag, 25.08.2016 - Exkursion zum Aachener Stadtarchiv

Donnerstag, 25.08.2016 - Exkursion zum Aachener Stadtarchiv

Kaiser Heinrich II. (973/978 - 1024) gr√ľndete im Jahre 1018 die "Herrschaft ¬†Burtscheid"

Die Urkunde zur Gr√ľndung der "Herrschaft Burtscheid" durch Kaiser Heinrich II. (973/978-1024) bildete den H√∂hepunkt der F√ľhrung durch das Aachener Stadtarchiv. Die stellvertretende Archivleiterin und Archivarin, Frau Angelika Pauels, begr√ľ√üte 14 Teilnehmer des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins am 25. August 2016 zu einer F√ľhrung und weckte bei allen Teilnehmern hohe Erwartungen.

Stadtarchiv Aachen


Das "Ged√§chtnis der Stadt Aachen" verwahrt Originaldokumente aus tausend Jahren Geschichte. Mit rund 4300 Quadratmetern Fl√§che beansprucht das Archiv ann√§hernd ein Drittel der r√§umlichen Kapazit√§ten der historischen "Rheinischen Nadelfabrik" im Aachener Reichsweg. Inzwischen sind alle Urkunden und Dokumente aus den verstreut liegenden Depots zum Reichsweg geschafft worden. Auf drei Etagen verf√ľgt das Haus allein √ľber fast 1700 Quadratmeter an Magazinfl√§che mit modernster Ausstattung. Ein gro√üer Lesesaal und eine Bibliothek stehen Forschern und B√ľrgern f√ľr Recherchen zur Verf√ľgung.

Umfangreiche Unterlagen zur reichsst√§dtischen Zeit (bis 1792/94), franz√∂sischen Zeit (bis 1814) sowie zur Stadtentwicklung im 19. und 20. Jahrhundert, aber auch Nachl√§sse, Familien-, Firmen- und Vereinsarchive erzeugen um den Besucher einen sp√ľrbaren Hauch von Geschichte.

 

 

 

 

 

 

Foto: Hubert Dohmen

 

Zum Abschluss der F√ľhrung pr√§sentierte Frau Pauels die √§lteste Urkunde Aachens: Kaiser Heinrich II., der Heilige, √ľbertrug gem√§√ü einer Urkunde vom 21. Januar 1018 der Abtei Burtscheid einen Zehntbezirk. Da seit 35 Jahren in Aachen keine Kr√∂nung mehr stattgefunden hatte, wurden die Erl√∂se aus diesem Bezirk, die bisher der Aachener Kaiserpfalz zustanden, neu der Abtei Burtscheid zugeschlagen. Dieser Bezirk wurde damit zur "Herrschaft Burtscheid" erhoben, die den Grenzen der sp√§teren Stadt Burtscheid entsprach.

Nicht nur mit dieser Urkunde, sondern mit allen Eindr√ľcken aus den vergangenen Jahrhunderten und deren Erl√§uterungen machte Frau Pauels den Besuch zu einem geschichtlichen Erlebnis.

Karl Meurer

Samstag, 23.07.2016 Exkursion zu geschichtlichen Highlights im J√ľlicher Land


Ganztagsexkursion zu vier verschiedenen geschichtlichen Highlights im J√ľlicher Land.


Auch die Kirche sparte Abgaben an die Preußen


Der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein besuchte am 23.07.16 geschichtliche Highlights im J√ľlicher Land


Der Kulturkampf, in dem der preu√üische Staat zunehmend die Verm√∂gensverwaltung der katholischen Kirche beeinflussen und letztlich √ľbernehmen wollte, eskalierte gegen Ende der 60er Jahre des 19. Jahrhunderts. Um die finanzielle √úbernahme durch die Preu√üen zu verhindern, wurde in M√ľntz mit Unterst√ľtzung des erzbisch√∂flichen Generalvikariats eine neue Kirche gebaut, um die hierf√ľr ben√∂tigten Finanzmittel dem preu√üischen Staat zu entziehen. Die heutige Pfarrkirche, St. Peter, besuchte der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein am 23. Juli 2016 als erste Anlaufstelle einer Ganztagsexkursion. Dieser "Dom des J√ľlicher Landes" erstrahlte nach einem vor√ľbergehend einfachen Dasein heute mit seinen einzigartig bemalten W√§nden wieder in seinem urspr√ľnglichen Glanz.

Nicht weit entfernt im J√ľlicher Land erhebt sich die romanische bis sp√§tgotische Kirche, St. Urban, in M√ľndt. Ihr erster Bau wurde bereits um 650 n.Chr. erw√§hnt und gilt als der √§lteste christliche Sakralbau auf dem Land in Deutschland.

Einen Steinwurf entfernt erwartete die Teilnehmer die sehr gepflegte Irmundus-Kapelle auf dem Hahnerhof, die an den Einsiedler und Sch√§fer Irmundus erinnert, der im 4. Jahrhundert n.Chr. das J√ľlicher Land christianisiert haben soll.

Das Highlight des Tages erwartauf dem Au√üengel√§nde in H√∂llenete die Teilnehmer im Ort H√∂llen. Das Amt f√ľr Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) sichert, katalogisiert und archiviert in einem historischen Bauernhof am Fu√üe der "Sophienh√∂he" die vornehmlich im Vorfeld des Braunkohlentagebaus ausgegrabenen arch√§ologischen Funde. Der Blick in die Werkstatt und auch die Pr√§sentation eines teilweise ausgegrabenen r√∂mischen Brunnens in einer kleinen Ausstellung waren schon sehr beeindruckend. H√∂hepunkt der Exkursion aber war die Besichtigung der Rekonstruktion eines eisenzeitlichen Dorfes aus dem 5. bis 1. Jahrhundert vor Chr.. Unter den technischen Bedingungen und mit dem Werkzeug aus der Eisenzeit errichteten die Mitarbeiter des Amtes in Eigenregie ein Wohnhaus, eine Backstube¬† und mehrere Vorratsh√ľtten auf dem Au√üengel√§nde. Die mit sehr viel Herzblut und¬† Kompetenz vorgetragenen Erl√§uterungen des Leiters des Amtes, Dr. Udo Geilenbr√ľgge, versetzten uns gedanklich in die Eisenzeit und hinterlie√üen bei den Teilnehmern einen nachhaltigen Eindruck. Die Besichtigung dieses "kleinen" Freilichtmuseums war ohne Zweifel der H√∂hepunkt der sehr insgesamt informativen und zudem unterhaltsamen Exkursion.

Karl Meurer
Foto: Helmut Schreiber


 

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02.07.2016 - Eskursion zum "Haus der Geschichte" in Bonn und zum Drachenfels

Ganztags-Exkursion
zum Besuch des Hauses der Geschichte in Bonn und
zum Drachenfels am 2. Juli 2016

Am Samstag, 02.07.2016, verband der Stolberger Heimat-¬† und Geschichtsverein eine Exkursion zum Bonner "Haus der Geschichte" mit der ber√ľhmten Rhein-Romantik auf dem Drachenfels in K√∂nigswinter. Das Mekka f√ľr die Geschichtsfreunde erwartete die Teilnehmer am Samstagmorgen zu einer kostenlosen F√ľhrung durch die Dauerausstellung "Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart".

 

Der Aus¬≠stel¬≠lungs¬≠rund¬≠gang ist chro¬≠no¬≠lo¬≠gisch auf¬≠ge¬≠baut und um¬≠fasst ge¬≠samt¬≠deut¬≠sche The¬≠men eben¬≠so wie die Ge¬≠schich¬≠te der ge¬≠teil¬≠ten Na¬≠ti¬≠on. Originalobjekte wie der erste Dienst-Mercedes von Konrad Adenauer, der Hippie-Bulli und der so¬≠wje¬≠ti¬≠sche Pan¬≠zer Typ T-34, anschaulich in Szene gesetzt, erz√§hlen unsere Geschichte. Im Original-Kino und der Eisdiele aus den 1950er Jahren wird Alltagsgeschichte lebendig und erinnert an die Zeit von ‚ÄěLove and Peace‚Äú. Seg¬≠men¬≠te der Ber¬≠li¬≠ner Mau¬≠er leiten weiter in die Geschichte des Mauerfalls und der Wiedervereinigung. R√ľckblickend waren Anzahl und Auswahl der Exponate so zahlreich und informativ, dass die meisten Teilnehmer planten, noch einmal wieder zu kommen.

 

Im zweiten Teil der Exkursion genossen die Teilnehmer nach der Fahrt mit U-Bahn und Drachenfelsbahn den fantastischen Rundumblick hoch √ľber dem Rheintal auf dem seit 2013 neu gestalteten Drachenfelsplateau. Hier erwartete die Teilnehmer ein romantischer √úberblick √ľber die Insel Nonnenwerth und Halbinsel Grafenwerth und √ľber das Rheintal.

 

Auf dem R√ľckweg ins Tal lud die restaurierte Drachenburg zu einem Besuch ein.
Bereits 1882 legte Baron Stephan von Sarter den Grundstein zu seinem repr√§sentativen Wohnsitz: Schloss Drachenburg, einer Mischung aus Villa, Burg und Schloss. Seit den 1930er Jahren beherbergte die Drachenburg eine Adolf-Hitler-Schule. Am Ende des Krieges besetzten amerikanische Truppen das Schloss, sp√§ter diente es als Fl√ľchtlingsquartier. Ein Gl√ľck f√ľr Schloss Drachenburg, dass die Reichsbahndirektion Wuppertal 1947 bis 1960 das Anwesen f√ľr sich als Schulungszentrum anmietete. Ein geplanter Abriss konnte 1963 verhindert werden, aber erst 1971 erwarb ein Privatmann das Anwesen. 1986 wurde Schloss Drachenburg unter Denkmalschutz gestellt. Die Restaurierung leitete 1989 die NRW-Stiftung ¬†ein. Seit Fr√ľhjahr 2010 sind die Sanierungsarbeiten im Schloss beendet. Heute erstrahlt die Drachenburg wieder im alten historischen Glanz.

 

Der Sage nach bewachte auf dem Drachenfels einst ein Drache in einer H√∂hle die entf√ľhrte K√∂nigstochter. Da die Bewohner des Rheintals ihm schutzlos ausgeliefert waren, opferten sie ihm jedes Jahr eine Jungfrau.¬† Eines Tages kam ein junger Held namens Siegfried, der den Drachen aus seiner H√∂hle vertrieb und t√∂tete. Durch ein Bad in dessen Blut soll der junge Recke dann Unverwundbarkeit erlangt haben. Die K√∂nigstochter brachte er zu ihren Eltern zur√ľck nach Worms.

Siegfried und seine Sage wecken unsere Neugier auf eine "sagenhafte" Neuerscheinung des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins in den kommenden Jahren.

Karl Meurer

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