25. April 2017 Unser Winter-Kehraus

Fr√ľhjahrskehrwoche 2017

Stolberger Heimat- und Geschichtsverein macht Winter-Kehraus


Im Rahmen der Stolberger Fr√ľhjahrskehrwoche 2017 trafen sich die sechs Vorstandsmitglieder des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins am Dienstag, 25. April 2017, vormittags vor der ehemaligen Vichter Grundschule, um mit Ger√§t und guter Laune das an der Eifelstra√üe gelegene Au√üengel√§nde vom Rest-Winter im Form von Altholz, Herbstlaub und Unrat zu befreien.

Mit Rechen und Abfallkorb f√ľllten die Lokalhistoriker auf dem Gel√§nde des heutigen Zahlengartens des Kindergartens Eifelstra√üe drei Abfallk√∂rbe mit altem Ge√§st und Laub.


Selbstverst√§ndlich wurde die Gelegenheit auch genutzt, um dem im Geb√§ude gelegenen Archiv des Heimat- und Geschichtsvereins ebenfalls einen Fr√ľhjahrsputz mit Fensterputzen, Bodenpflege und Staubwischen zu verpassen.

Am Ende waren sich alle einig, dass sich die drei Stunden Einsatz zum Erhalt und zur Pflege der Anlagen gelohnt hatte.

Auf dem Bild freuen sich von links nach rechts:

Bild: Hubert Dohmen, Werner Schindler, Josef Schoenen, Helmut Schreiber

Hubert Dohmen, Werner Schindler, Josef Schoenen und Helmut Schreiber.

Es fehlen Rainer Vogt, Rudi Dreuw und Karl Meurer















 

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30.03.2017 - Verleihung des Rheinlandtalers an Rudi Dreuw

Donnerstag, 30.03.2017 - Verleihung des Rheinlandtalers an Rudi Dreuw

Am Donnerstag, dem 30.03.2017, 17.00 Uhr, wurde unser Vorstandsmitglied, Rudi Dreuw, f√ľr sein jahrzehntelanges heimatgeschichtliches Engagement geehrt.
Im Rahmen eines Festaktes im Pfarr- und Jugendheim der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist in Stolberg-Vicht wurde ihm der Rheinlandtaler des Landschaftsverbandes Rheinland verliehen. Im Rahmen von ca. 100 geladenen G√§sten erhielt er aus der Hand der stellvertretenden Vorsitzenden der Landschaftsversammlung Rheinland, Karin Schmitt-Promny (MdL), Medaille und Urkunde. Frau Schmitt-Promny w√ľrdigte in ihrer Laudatio insbesonders das sehr zeitaufw√§ndige ehrenamtliche Engagement zur Sammlung, Aufbereitung und Ver√∂ffentlichung der heimatgeschichtlichen Daten seines Heimatortes Vicht, die Rudi Dreuw in sechs B√ľchern ver√∂ffentlicht hat.

Mit einem Augenzwinkern ließ der Städteregionsrat der Städteregion Aachen, Helmut Etschenberg, in seinem Grußwort das Auditorium an der besonderen langjährigen Beziehung zwischen ihm und Rudi Dreuw teilhaben. Als besonderes "Schmankerl" zitierte er aus einer Lehrprobe, die er in den Akten von Rudi Dreuw gefunden hatte.


In seinem Gru√üwort bedankte sich auch der B√ľrgermeister, Dr. Tim Gr√ľttemeier, f√ľr Rudi Dreuws ehrenamtliches Engagement. Er w√ľrdigte insbesondere den gro√üen Aufwand zur Erforschung und Dokumentation der Vichter Heimatgeschichte und die Bedeutung nicht nur f√ľr Vicht, sondern f√ľr die ganze Stadt Stolberg.


Unser Vorsitzender des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins e.V., Helmut Schreiber, sprach Rudi Dreuw die besonderen Gl√ľckw√ľnsche des Vereins aus und betonte, dass unser Verein stolz darauf ist, mit ihm einen kompetenten und w√ľrdigen Mitarbeiter in unserem Vorstand zu haben.


Abschlie√üend bedankte sich Rudi Dreuw in seiner pers√∂nlichen und unterhaltsamen Art f√ľr die Laudatio und die Gru√üworte sowie bei den G√§sten f√ľr ihr Kommen.


Die Veranstaltung, die auf Wunsch von Rudi Dreuw im Pfarr- und Jugendheim der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist in Stolberg-Vicht, in "seiner" guten Stube in Vicht, stattfand, klang mit einem anschließenden Umtrunk aus, den viele Gäste auch dazu nutzten, alte und neue Kontakte zu pflegen. Und in einem war man sich einig: "Wenn es einer verdient hat ..."


Der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein gratuliert hiermit Rudi Dreuw zu seiner Ehrung mit dem Rheinlandtaler.


 

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Sonntag, 05.03.2017 - "Tag der Geschichte" im Stolberger Rathaus

Sonntag, 05.03.2017, 11.00 - 17.00 Uhr

"Tag der Geschichte" im Historischen Stolberger Rathaus

Wegen des regen Publikumsinteresses im vergangenen Jahr beim bundesweiten "Tag der Archive" veranstaltete das Stolberger Stadtarchiv im Jahresabstand den "Tag der Geschichte" in Stolberg. Neben der eigenen Ausstellung zum Thema "Arbeit" und drei angebotenen F√ľhrungen durch das Stadtarchiv waren auch Stolberger geschichtsinteressierte Vereine und Vereinigungen eingeladen, die gerne diese Plattform annahmen, um sich in der √Ėffentlichkeit zu pr√§sentieren.

Wie im Vorjahr war auch der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. mit einem Informations- und Verkaufsstand vertreten.
F√ľr diese Veranstaltung hatte der Vorsitzende, Helmut Schreiber, aus dem Archiv ein sehr gutes Angebot an Antiquariatsb√§nden herausgesucht und in bereitgestellten "W√ľhlkisten" zum Verkauf angeboten. Das Interesse der Besucher war unerwartet gro√ü, so dass man sich entschloss, bei diesem "Tag der Geschichte" weiterhin vorwiegend Antiquariat anzubieten.

Der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein pr√§sentierte sich im Rahmen seiner √Ėffentlichkeitsarbeit den interessierten Besuchern mit dem Buchangebot und vielen informativen Gespr√§chen. Mit dem Ergebnis dieser √Ėffentlichkeitsarbeit zeigte sich der Vorstand mehr als zufrieden und wertete diese Veranstaltung als vollen Erfolg.

Donnerstag, 19.01.2017 Mitgliederversammlung

Am Donnerstag, 19.01.2017, 20.00 Uhr, lud der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. zu seiner j√§hrlichen Mitgliederversammlung in den Ballsaal des Kupferhofes Rosental ein.¬† Mit 41 Teilnehmern war der Saal gut gef√ľllt.

 

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Donnerstag, 10.11.2016 - Buchvorstellung "Werden und Wachsen, Handel und Wandel in Stolbergs Mitte", Teil 3a

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Vereinsmitglieder,

wie in unserem Jahresprogramm angek√ľndigt fand am Donnerstag, dem 10.11.2016, 20.00 Uhr, im Ballsaal des Kupferhofes die Buchvorstellung unserer diesj√§hrigen Neuerscheinung statt. Ca. 90 Besucher f√ľllten den Saal fast bis auf den letzten Platz.

 

Nach der Begr√ľ√üung durch unseren Vorsitzenden, Helmut Schreiber, gab die Ehrenamtsbeauftragte der Stadt Stolberg, Frau Hildegard Nie√üen, einen unterhaltsamen Einblick in das neue Werk von A. Katharina und Helmut Schreiber, Werden und Wachsen ... Teil 3 a, das in diesem Jahr - p√ľnktlich zum Weihnachtsgesch√§ft - erscheint. Voller Begeisterung nahmen einige Besucher das angebote Buch nach der Veranstaltung gleich mit.

 

Als H√∂hepunkt der Buchvorstellung ging B√ľrgermeister, Dr. Tim Gr√ľttemeier, nochmals kurz auf das Buch ein und wertete die Buchreihe "Werden und Wachsen ..." als elementare Grundlage der Stolberger Geschichtsschreibung. Er dankte den beiden Autoren ausdr√ľcklich im Namen der Stadt Stolberg f√ľr ihre sehr intensive und zeitaufw√§ndige Recherchet√§tigkeit und gratulierte ihnen zum Ergebnis dieses informativen und gleichsam unterhaltsamen Buches.

 

Im zweiten Teil des Abends stellte A. Katharina Schreiber in einem von Helmut Schreiber mit Lichtbildern unterst√ľtzten Vortrag die Geschichte des Steinwegs vor. Dabei haben alle Besucher bedauert, das der Zeitrahmen f√ľr ihren kurzweiligen Vortrag begrenzt war.

 

Abschlie√üend ehrte der Verein in Person des stellvertretenden Vorsitzenden, Werner Schindler, die beiden Buchautoren, A. Katharina und Helmut Schreiber, mit einem Blumenstrau√ü und einem Weinpr√§sent und dankte ihnen ausdr√ľcklich f√ľr die akribische Arbeit und Recherche, die dieses Buch erm√∂glicht haben.

 

Ein besonderer Dank in Form eines Blumenstrau√ües geb√ľhrte auch der Ehrenamtsbeauftragten der Stadt Stolberg, Frau Hildegard Nie√üen, die nun schon zum dritten Mal unsere Buchreihe "Werden und Wachsen - Handel und Wandel in Stolbergs Mitte" sehr informativ und unterhaltsam vorstellte.

 

Den Zeitungsartikel der Stolberger Nachrichten finden Sie im Anhang.

 

Freundliche Gr√ľ√üe aus der Kupferstadt Stolberg
im Auftrag des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins e.V.
Gesch√§ftsf√ľhrer Karl Meurer

 

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Samstag, 06.10.2016 - Besuch der Ausstellung √ľber Herzog Wilhelm V. in J√ľlich

"Der reiche Herzog" wird 500 Jahre alt


Anl√§sslich des 500. Geburtstags von Herzog Wilhelm V. von J√ľlich Kleve-Berg (1516 - 1592) lud das Museum der Zitadelle J√ľlich zu einer besonderen Ausstellung √ľber das Leben und Wirken dieses bedeutenden Herrschers ein. Da Herzog Wilhelm V. ebenfalls der Herrscher √ľber die Stolberger Unterherrschaft zu Zeiten von Hieronymus von Efferen war, gab es f√ľr den Stolberger Heimat- und Geschichtsverein quasi die Verpflichtung, diese Ausstellung am 6. Oktober 2016 mit einer Gruppe von 21 Teilnehmern zu besuchen.

In seiner professionellen F√ľhrung erl√§uterte der Direktor des Museums und Kurator der Ausstellung √ľberWilhelm V., Herr Guido van Buhren, zur Einstimmung zun√§chst die Au√üenanlagen. Nach einem verheerenden Stadtbrand im Jahr 1547 lie√ü Herzog Wilhelm V. die Stadt J√ľlich als ideale Stadt- und Festungsanlage mit einem v√∂llig neuen Stra√üenraster erstehen.¬† Im Zentrum steht das um 1549 als neue Residenz im Stile der r√∂mischen Hochrenaissance errichtete Schloss, das von den Zeitgenossen als so sch√∂n und stattlich angesehen wurde, "dass selbst der Kaiser darin h√§tte wohnen k√∂nnen."

Erstaunlich zu h√∂ren, dass zu dieser Zeit ein Herrscher mit seinem Hofstaat w√§hrend des ganzen Jahres stets von Pfalz zu Pfalz zog, um sich im Schloss nur ca. 6 Wochen aufzuhalten. Dann waren die Vorr√§te ersch√∂pft. Bei Engp√§ssen kam es sogar vor, dass die umliegenden Kl√∂ster angewiesen wurden, die inzwischen zur Neige gehenden Vorr√§te des Herrschers neu aufzuf√ľllen.

Zum unterhaltsamen Teil des bewegten Herrscherlebens geh√∂rte sicherlich die gut dokumentierte Hochzeitsfeier seines Erbsohnes Johann Wilhelm mit Jakobe von Baden am 16. Juni 1585. In den folgenden acht Tagen genossen ca. 1.500 G√§ste die Feierlichkeiten in Form von Festbanketten, T√§nzen, Turnieren und Feuerwerken. Selbst K√ľchenzettel geben als prim√§re Dokumente Auskunft √ľber den Speisezettel und die zu beschaffenden Vorr√§te. Das Fest stellte einen H√∂hepunkt herrschaftlicher Pracht am Rhein zur Zeit der Renaissance dar. "Dieser hochzeitliche Ehrentag ist gar herrlich, f√ľrstlich und pr√§chtig zugegangen, wie sich bei solchem m√§chtigen F√ľrsten wohl geziemt", kommentierte der K√∂lner B√ľrger Hermann Weinsberg.

Durch dieses Fest mit seiner Au√üenwirkung dokumentierte Wilhelm V. allen Nachbarn, dass er trotz der Reformationsbestrebungen und gelebter Toleranz f√ľr seine Untertanen weiterhin fest zum katholischen Glauben stehe. Er geh√∂rte der F√ľrstengeneration an, die 1555 den Augsburger Religionsfrieden geschlossen hatte. Zum Ende des 16. Jahrhunderts verh√§rteten sich jedoch wieder die Fronten. Wilhelm V. nahm eine vermittelnde Position zwischen Katholiken, Lutheranern und Calvinisten ein. Er sah sich mit seinem Handeln ausschlie√ülich Gott gegen√ľber in der Verantwortung. So setzte er die Politik seines Vaters fort und nahm mit eigenen Kirchenordnungen Einfluss auf die kirchlichen Verh√§ltnisse. Letztlich bildeten die Herzogt√ľmer J√ľlich-Kleve-Berg eines der wenigen gemischt-konfessionellen Gebiete im Reich (Quelle: Ausstellungstext).

Die Ausstellung war durch verschiedene multimediale Exponate sehr informativ und unterhaltsam gestaltet und vermittelte einen guten Einblick in die Lebensverhältnisse und das höfische Leben im 16. Jahrhundert.

Karl Meurer, Foto: Verein


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Samstag, 17.09.2016 Exkursion nach Z√ľlpich - ins r√∂mische Tolbiacum

Franzosen erk√§mpften ihren Staat in Z√ľlpich

Die erfolgreiche Landesgartenschau 2014 klingt noch in allen Ohren, als am 17.09.2016 eine Gruppe des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins mit 22 Teilnehmern eine Exkursion zum¬† geschichtstr√§chtigen Ort Z√ľlpich unternimmt. Der Fokus liegt allerdings diesmal auf der Vergangenheit von Z√ľlpich, der alten R√∂merstadt "Tolbiacum".

Der erste Weg f√ľhrte in die Pfarrkirche, St. Peter, die 848 erstmals urkundlich erw√§hnt wurde. Nach dem¬† alliierten Bombenangriff am 24. Dezember 1944 wurde die Kirche vollst√§ndig zerst√∂rt und zu Beginn der 1950er Jahre in Backsteinziegeln neu errichtet. Da das Interieur vor dem Angriff ausgelagert werden konnte und somit von der Zerst√∂rung verschont blieb, konnten u.a. die historischen Antwerpener Schreinalt√§re nach dem Neubau wieder in den jetzt modernen Kirchenbau integriert werden. Ein besonderes museales Seitenschiff nahm die sehenswerten Fragmente der zerst√∂rten Kirche auf und schuf damit einen kunsthistorischen Kontrast zum sakralen Kirchenraum. Der Besuch der romanischen Krypta beendete den Besuch von St. Peter.


Die kommenden zwei Stunden geh√∂rten einer Stadtf√ľhrung, die vor allem den historischen Anf√§ngen und der r√∂mischen Zeit von Z√ľlpich gewidmet war. Eine Sternstunde in der fr√§nkischen Historie stellte sicher die Taufe des heidnischen K√∂nigs Chlodwig I. dar, der seiner christlichen Ehefrau Chrodechild versprochen hatte, den christlichen Glauben anzunehmen, wenn die Alemannen in der Schlacht von Z√ľlpich (496) besiegt werden k√∂nnten. Es war die Zeit im 5. Jahrhundert, als die germanischen Alemannen meist erfolgreiche Raubz√ľge in dem Gebiet der Franken unternahmen.








Im Verlauf der Schlacht soll der damals noch heidnische Frankenk√∂nig, Chlodwig I., seine Taufe f√ľr den Fall eines Sieges gelobt haben. Die Alemannen unterwarfen sich, nachdem ihr K√∂nig gefallen war. Chlodwig I. soll den Erfolg seinem Gel√∂bnis zugeschrieben haben. Er glaubte an die Hilfe Gottes in der Schlacht und lie√ü sich noch im selben Jahr 496 in Reims zum Christen taufen.

Nach germanischer Tradition wurde damit das ganze Frankenreich christlich. Seither gilt die Schlacht von Z√ľlpich als Ursprung des franz√∂sischen Staates. Unter Napoleon III. wurde eine breite Stra√üe im S√ľdosten von Paris Rue de Tolbiac ("Z√ľlpicher Stra√üe") benannt, und sie tr√§gt diesen Namen bis heute.


Den kr√∂nenden Abschluss der Exkursion bildete die Besichtigung der R√∂merthermen Z√ľlpich. Basis dieses Museums der Badekultur bildete die Ausgrabungsst√§tte einer r√∂mischen Badeanlage (Therme). Besonders beeindruckend war die "Hightech" der Antike, die den R√∂mern mit hei√üem Badewasser und Fu√übodenheizung Wellness¬† und Entspannung erm√∂glichte.

Dieses Museum der Badekultur beinhaltet eine europaweit einzigartige Ausstellung. Mit  multimedialen Mitteln werden dem Besucher Artikel und Ambiente von der römischen Therme bis zur aktuellen Badekultur nahe gebracht.

Die F√ľhrungen durch diese geschichtlichen und historischen Schwerpunkte der Stadt Z√ľlpich machten diese Exkursion zu einem nachhaltigen Erlebnis.

Karl Meurer

 

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Donnerstag, 25.08.2016 - Exkursion zum Aachener Stadtarchiv

Donnerstag, 25.08.2016 - Exkursion zum Aachener Stadtarchiv

Kaiser Heinrich II. (973/978 - 1024) gr√ľndete im Jahre 1018 die "Herrschaft ¬†Burtscheid"

Die Urkunde zur Gr√ľndung der "Herrschaft Burtscheid" durch Kaiser Heinrich II. (973/978-1024) bildete den H√∂hepunkt der F√ľhrung durch das Aachener Stadtarchiv. Die stellvertretende Archivleiterin und Archivarin, Frau Angelika Pauels, begr√ľ√üte 14 Teilnehmer des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins am 25. August 2016 zu einer F√ľhrung und weckte bei allen Teilnehmern hohe Erwartungen.

Stadtarchiv Aachen


Das "Ged√§chtnis der Stadt Aachen" verwahrt Originaldokumente aus tausend Jahren Geschichte. Mit rund 4300 Quadratmetern Fl√§che beansprucht das Archiv ann√§hernd ein Drittel der r√§umlichen Kapazit√§ten der historischen "Rheinischen Nadelfabrik" im Aachener Reichsweg. Inzwischen sind alle Urkunden und Dokumente aus den verstreut liegenden Depots zum Reichsweg geschafft worden. Auf drei Etagen verf√ľgt das Haus allein √ľber fast 1700 Quadratmeter an Magazinfl√§che mit modernster Ausstattung. Ein gro√üer Lesesaal und eine Bibliothek stehen Forschern und B√ľrgern f√ľr Recherchen zur Verf√ľgung.

Umfangreiche Unterlagen zur reichsst√§dtischen Zeit (bis 1792/94), franz√∂sischen Zeit (bis 1814) sowie zur Stadtentwicklung im 19. und 20. Jahrhundert, aber auch Nachl√§sse, Familien-, Firmen- und Vereinsarchive erzeugen um den Besucher einen sp√ľrbaren Hauch von Geschichte.

 

 

 

 

 

 

Foto: Hubert Dohmen

 

Zum Abschluss der F√ľhrung pr√§sentierte Frau Pauels die √§lteste Urkunde Aachens: Kaiser Heinrich II., der Heilige, √ľbertrug gem√§√ü einer Urkunde vom 21. Januar 1018 der Abtei Burtscheid einen Zehntbezirk. Da seit 35 Jahren in Aachen keine Kr√∂nung mehr stattgefunden hatte, wurden die Erl√∂se aus diesem Bezirk, die bisher der Aachener Kaiserpfalz zustanden, neu der Abtei Burtscheid zugeschlagen. Dieser Bezirk wurde damit zur "Herrschaft Burtscheid" erhoben, die den Grenzen der sp√§teren Stadt Burtscheid entsprach.

Nicht nur mit dieser Urkunde, sondern mit allen Eindr√ľcken aus den vergangenen Jahrhunderten und deren Erl√§uterungen machte Frau Pauels den Besuch zu einem geschichtlichen Erlebnis.

Karl Meurer