20.05.2017 - Exkursion nach Br├╝hl

Samstag, 20.05.2017 - Br├╝hl, eine kurf├╝rstliche Residenzstadt mit den Schl├Âssern Augustusburg und Falkenlust

Der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein besuchte das Schloss Augustusburg und das Jagdschloss Falkenlust in Br├╝hl.

Auf den Spuren gro├čer Staatsm├Ąnner und gekr├Ânter H├Ąupter wandelten 41 Teilnehmer der Ganztagsexkursion des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins am Samstag, 20.05.2017, vom Bahnhof Br├╝hl den kurzen Fu├čweg zum Schloss Augustusburg. Ab 1949 wurde das Schloss Augustusburg als Repr├Ąsentationsschloss f├╝r Staatsg├Ąste des Bundespr├Ąsidenten und der Bundesregierung genutzt.

Diese Lieblingsresidenz des K├Âlner Kurf├╝rsten und Erzbischofs Clemens August (1700 - 1761) aus dem Hause Wittelsbach beeindruckte die Besucher w├Ąhrend einer ausgiebigen F├╝hrung durch eine Komposition von Architektur, Plastiken, Malerei und Gartenkunst. Neben den eindrucksvollen Prunkr├Ąumen dr├Ąngt sich das von Balthasar Neumann gestaltete Treppenhaus - ein Bravourst├╝ck des deutschen Rokoko - besonders in den Vordergrund. Die gestaltenden K├╝nstler erf├╝llen in h├Âchstem Ma├če den Anspruch des Hausherrn auf Ehrfurcht und Respekt vor dem Kurf├╝rsten und Erzbischof.

Ein ca. 30-min├╝tiger Fu├čweg f├╝hrte die Gruppe anschlie├čend zum benachbarten Jagdschloss Falkenlust, das Clemens August als passionierter Falkenj├Ąger im 18. Jahrhundert an der Flugbahn der Reiher┬á erbauen lie├č, die als bevorzugte Beutev├Âgel der Falken dienten. Wie erwartet bewirtete der Kurf├╝rst nach dem Jagdvergn├╝gen hier seine Gesellschaft.

Ehe die Teilnehmer den R├╝ckweg antraten, bewunderten sie abschlie├čend den weit ausladenden Schlosspark Br├╝hl mit seinem gro├čen Ensemble an Springbrunnen, in dekorativen Mustern geschnittenen Hecken und Blumenrabatten.

Nicht zuletzt trug das sonnige Wetter zu einem sehr informativen und erlebnisreichen Tag bei.

Text: Karl Meurer

Foto: Helmut Schreiber

25. April 2017 Unser Winter-Kehraus

Fr├╝hjahrskehrwoche 2017

Stolberger Heimat- und Geschichtsverein macht Winter-Kehraus


Im Rahmen der Stolberger Fr├╝hjahrskehrwoche 2017 trafen sich die sechs Vorstandsmitglieder des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins am Dienstag, 25. April 2017, vormittags vor der ehemaligen Vichter Grundschule, um mit Ger├Ąt und guter Laune das an der Eifelstra├če gelegene Au├čengel├Ąnde vom Rest-Winter im Form von Altholz, Herbstlaub und Unrat zu befreien.

Mit Rechen und Abfallkorb f├╝llten die Lokalhistoriker auf dem Gel├Ąnde des heutigen Zahlengartens des Kindergartens Eifelstra├če drei Abfallk├Ârbe mit altem Ge├Ąst und Laub.


Selbstverst├Ąndlich wurde die Gelegenheit auch genutzt, um dem im Geb├Ąude gelegenen Archiv des Heimat- und Geschichtsvereins ebenfalls einen Fr├╝hjahrsputz mit Fensterputzen, Bodenpflege und Staubwischen zu verpassen.

Am Ende waren sich alle einig, dass sich die drei Stunden Einsatz zum Erhalt und zur Pflege der Anlagen gelohnt hatte.

Auf dem Bild freuen sich von links nach rechts:

Bild: Hubert Dohmen, Werner Schindler, Josef Schoenen, Helmut Schreiber

Hubert Dohmen, Werner Schindler, Josef Schoenen und Helmut Schreiber.

Es fehlen Rainer Vogt, Rudi Dreuw und Karl Meurer















 

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30.03.2017 - Verleihung des Rheinlandtalers an Rudi Dreuw

Donnerstag, 30.03.2017 - Verleihung des Rheinlandtalers an Rudi Dreuw

Am Donnerstag, dem 30.03.2017, 17.00 Uhr, wurde unser Vorstandsmitglied, Rudi Dreuw, f├╝r sein jahrzehntelanges heimatgeschichtliches Engagement geehrt.
Im Rahmen eines Festaktes im Pfarr- und Jugendheim der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist in Stolberg-Vicht wurde ihm der Rheinlandtaler des Landschaftsverbandes Rheinland verliehen. Im Rahmen von ca. 100 geladenen G├Ąsten erhielt er aus der Hand der stellvertretenden Vorsitzenden der Landschaftsversammlung Rheinland, Karin Schmitt-Promny (MdL), Medaille und Urkunde. Frau Schmitt-Promny w├╝rdigte in ihrer Laudatio insbesonders das sehr zeitaufw├Ąndige ehrenamtliche Engagement zur Sammlung, Aufbereitung und Ver├Âffentlichung der heimatgeschichtlichen Daten seines Heimatortes Vicht, die Rudi Dreuw in sechs B├╝chern ver├Âffentlicht hat.

Mit einem Augenzwinkern lie├č der St├Ądteregionsrat der St├Ądteregion Aachen, Helmut Etschenberg, in seinem Gru├čwort das Auditorium an der besonderen langj├Ąhrigen Beziehung zwischen ihm und Rudi Dreuw teilhaben. Als besonderes "Schmankerl" zitierte er aus einer Lehrprobe, die er in den Akten von Rudi Dreuw gefunden hatte.


In seinem Gru├čwort bedankte sich auch der B├╝rgermeister, Dr. Tim Gr├╝ttemeier, f├╝r Rudi Dreuws ehrenamtliches Engagement. Er w├╝rdigte insbesondere den gro├čen Aufwand zur Erforschung und Dokumentation der Vichter Heimatgeschichte und die Bedeutung nicht nur f├╝r Vicht, sondern f├╝r die ganze Stadt Stolberg.


Unser Vorsitzender des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins e.V., Helmut Schreiber, sprach Rudi Dreuw die besonderen Gl├╝ckw├╝nsche des Vereins aus und betonte, dass unser Verein stolz darauf ist, mit ihm einen kompetenten und w├╝rdigen Mitarbeiter in unserem Vorstand zu haben.


Abschlie├čend bedankte sich Rudi Dreuw in seiner pers├Ânlichen und unterhaltsamen Art f├╝r die Laudatio und die Gru├čworte sowie bei den G├Ąsten f├╝r ihr Kommen.


Die Veranstaltung, die auf Wunsch von Rudi Dreuw im Pfarr- und Jugendheim der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist in Stolberg-Vicht, in "seiner" guten Stube in Vicht, stattfand, klang mit einem anschlie├čenden Umtrunk aus, den viele G├Ąste auch dazu nutzten, alte und neue Kontakte zu pflegen. Und in einem war man sich einig: "Wenn es einer verdient hat ..."


Der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein gratuliert hiermit Rudi Dreuw zu seiner Ehrung mit dem Rheinlandtaler.


 

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Sonntag, 05.03.2017 - "Tag der Geschichte" im Stolberger Rathaus

Sonntag, 05.03.2017, 11.00 - 17.00 Uhr

"Tag der Geschichte" im Historischen Stolberger Rathaus

Wegen des regen Publikumsinteresses im vergangenen Jahr beim bundesweiten "Tag der Archive" veranstaltete das Stolberger Stadtarchiv im Jahresabstand den "Tag der Geschichte" in Stolberg. Neben der eigenen Ausstellung zum Thema "Arbeit" und drei angebotenen F├╝hrungen durch das Stadtarchiv waren auch Stolberger geschichtsinteressierte Vereine und Vereinigungen eingeladen, die gerne diese Plattform annahmen, um sich in der ├ľffentlichkeit zu pr├Ąsentieren.

Wie im Vorjahr war auch der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. mit einem Informations- und Verkaufsstand vertreten.
F├╝r diese Veranstaltung hatte der Vorsitzende, Helmut Schreiber, aus dem Archiv ein sehr gutes Angebot an Antiquariatsb├Ąnden herausgesucht und in bereitgestellten "W├╝hlkisten" zum Verkauf angeboten. Das Interesse der Besucher war unerwartet gro├č, so dass man sich entschloss, bei diesem "Tag der Geschichte" weiterhin vorwiegend Antiquariat anzubieten.

Der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein pr├Ąsentierte sich im Rahmen seiner ├ľffentlichkeitsarbeit den interessierten Besuchern mit dem Buchangebot und vielen informativen Gespr├Ąchen. Mit dem Ergebnis dieser ├ľffentlichkeitsarbeit zeigte sich der Vorstand mehr als zufrieden und wertete diese Veranstaltung als vollen Erfolg.

Donnerstag, 19.01.2017 Mitgliederversammlung

Am Donnerstag, 19.01.2017, 20.00 Uhr, lud der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. zu seiner j├Ąhrlichen Mitgliederversammlung in den Ballsaal des Kupferhofes Rosental ein.┬á Mit 41 Teilnehmern war der Saal gut gef├╝llt.

 

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Donnerstag, 10.11.2016 - Buchvorstellung "Werden und Wachsen, Handel und Wandel in Stolbergs Mitte", Teil 3a

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Vereinsmitglieder,

wie in unserem Jahresprogramm angek├╝ndigt fand am Donnerstag, dem 10.11.2016, 20.00 Uhr, im Ballsaal des Kupferhofes die Buchvorstellung unserer diesj├Ąhrigen Neuerscheinung statt. Ca. 90 Besucher f├╝llten den Saal fast bis auf den letzten Platz.

 

Nach der Begr├╝├čung durch unseren Vorsitzenden, Helmut Schreiber, gab die Ehrenamtsbeauftragte der Stadt Stolberg, Frau Hildegard Nie├čen, einen unterhaltsamen Einblick in das neue Werk von A. Katharina und Helmut Schreiber, Werden und Wachsen ... Teil 3 a, das in diesem Jahr - p├╝nktlich zum Weihnachtsgesch├Ąft - erscheint. Voller Begeisterung nahmen einige Besucher das angebote Buch nach der Veranstaltung gleich mit.

 

Als H├Âhepunkt der Buchvorstellung ging B├╝rgermeister, Dr. Tim Gr├╝ttemeier, nochmals kurz auf das Buch ein und wertete die Buchreihe "Werden und Wachsen ..." als elementare Grundlage der Stolberger Geschichtsschreibung. Er dankte den beiden Autoren ausdr├╝cklich im Namen der Stadt Stolberg f├╝r ihre sehr intensive und zeitaufw├Ąndige Recherchet├Ątigkeit und gratulierte ihnen zum Ergebnis dieses informativen und gleichsam unterhaltsamen Buches.

 

Im zweiten Teil des Abends stellte A. Katharina Schreiber in einem von Helmut Schreiber mit Lichtbildern unterst├╝tzten Vortrag die Geschichte des Steinwegs vor. Dabei haben alle Besucher bedauert, das der Zeitrahmen f├╝r ihren kurzweiligen Vortrag begrenzt war.

 

Abschlie├čend ehrte der Verein in Person des stellvertretenden Vorsitzenden, Werner Schindler, die beiden Buchautoren, A. Katharina und Helmut Schreiber, mit einem Blumenstrau├č und einem Weinpr├Ąsent und dankte ihnen ausdr├╝cklich f├╝r die akribische Arbeit und Recherche, die dieses Buch erm├Âglicht haben.

 

Ein besonderer Dank in Form eines Blumenstrau├čes geb├╝hrte auch der Ehrenamtsbeauftragten der Stadt Stolberg, Frau Hildegard Nie├čen, die nun schon zum dritten Mal unsere Buchreihe "Werden und Wachsen - Handel und Wandel in Stolbergs Mitte" sehr informativ und unterhaltsam vorstellte.

 

Den Zeitungsartikel der Stolberger Nachrichten finden Sie im Anhang.

 

Freundliche Gr├╝├če aus der Kupferstadt Stolberg
im Auftrag des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins e.V.
Gesch├Ąftsf├╝hrer Karl Meurer

 

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Samstag, 06.10.2016 - Besuch der Ausstellung ├╝ber Herzog Wilhelm V. in J├╝lich

"Der reiche Herzog" wird 500 Jahre alt


Anl├Ąsslich des 500. Geburtstags von Herzog Wilhelm V. von J├╝lich Kleve-Berg (1516 - 1592) lud das Museum der Zitadelle J├╝lich zu einer besonderen Ausstellung ├╝ber das Leben und Wirken dieses bedeutenden Herrschers ein. Da Herzog Wilhelm V. ebenfalls der Herrscher ├╝ber die Stolberger Unterherrschaft zu Zeiten von Hieronymus von Efferen war, gab es f├╝r den Stolberger Heimat- und Geschichtsverein quasi die Verpflichtung, diese Ausstellung am 6. Oktober 2016 mit einer Gruppe von 21 Teilnehmern zu besuchen.

In seiner professionellen F├╝hrung erl├Ąuterte der Direktor des Museums und Kurator der Ausstellung ├╝berWilhelm V., Herr Guido van Buhren, zur Einstimmung zun├Ąchst die Au├čenanlagen. Nach einem verheerenden Stadtbrand im Jahr 1547 lie├č Herzog Wilhelm V. die Stadt J├╝lich als ideale Stadt- und Festungsanlage mit einem v├Âllig neuen Stra├čenraster erstehen.┬á Im Zentrum steht das um 1549 als neue Residenz im Stile der r├Âmischen Hochrenaissance errichtete Schloss, das von den Zeitgenossen als so sch├Ân und stattlich angesehen wurde, "dass selbst der Kaiser darin h├Ątte wohnen k├Ânnen."

Erstaunlich zu h├Âren, dass zu dieser Zeit ein Herrscher mit seinem Hofstaat w├Ąhrend des ganzen Jahres stets von Pfalz zu Pfalz zog, um sich im Schloss nur ca. 6 Wochen aufzuhalten. Dann waren die Vorr├Ąte ersch├Âpft. Bei Engp├Ąssen kam es sogar vor, dass die umliegenden Kl├Âster angewiesen wurden, die inzwischen zur Neige gehenden Vorr├Ąte des Herrschers neu aufzuf├╝llen.

Zum unterhaltsamen Teil des bewegten Herrscherlebens geh├Ârte sicherlich die gut dokumentierte Hochzeitsfeier seines Erbsohnes Johann Wilhelm mit Jakobe von Baden am 16. Juni 1585. In den folgenden acht Tagen genossen ca. 1.500 G├Ąste die Feierlichkeiten in Form von Festbanketten, T├Ąnzen, Turnieren und Feuerwerken. Selbst K├╝chenzettel geben als prim├Ąre Dokumente Auskunft ├╝ber den Speisezettel und die zu beschaffenden Vorr├Ąte. Das Fest stellte einen H├Âhepunkt herrschaftlicher Pracht am Rhein zur Zeit der Renaissance dar. "Dieser hochzeitliche Ehrentag ist gar herrlich, f├╝rstlich und pr├Ąchtig zugegangen, wie sich bei solchem m├Ąchtigen F├╝rsten wohl geziemt", kommentierte der K├Âlner B├╝rger Hermann Weinsberg.

Durch dieses Fest mit seiner Au├čenwirkung dokumentierte Wilhelm V. allen Nachbarn, dass er trotz der Reformationsbestrebungen und gelebter Toleranz f├╝r seine Untertanen weiterhin fest zum katholischen Glauben stehe. Er geh├Ârte der F├╝rstengeneration an, die 1555 den Augsburger Religionsfrieden geschlossen hatte. Zum Ende des 16. Jahrhunderts verh├Ąrteten sich jedoch wieder die Fronten. Wilhelm V. nahm eine vermittelnde Position zwischen Katholiken, Lutheranern und Calvinisten ein. Er sah sich mit seinem Handeln ausschlie├člich Gott gegen├╝ber in der Verantwortung. So setzte er die Politik seines Vaters fort und nahm mit eigenen Kirchenordnungen Einfluss auf die kirchlichen Verh├Ąltnisse. Letztlich bildeten die Herzogt├╝mer J├╝lich-Kleve-Berg eines der wenigen gemischt-konfessionellen Gebiete im Reich (Quelle: Ausstellungstext).

Die Ausstellung war durch verschiedene multimediale Exponate sehr informativ und unterhaltsam gestaltet und vermittelte einen guten Einblick in die Lebensverh├Ąltnisse und das h├Âfische Leben im 16. Jahrhundert.

Karl Meurer, Foto: Verein


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Samstag, 17.09.2016 Exkursion nach Z├╝lpich - ins r├Âmische Tolbiacum

Franzosen erk├Ąmpften ihren Staat in Z├╝lpich

Die erfolgreiche Landesgartenschau 2014 klingt noch in allen Ohren, als am 17.09.2016 eine Gruppe des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins mit 22 Teilnehmern eine Exkursion zum┬á geschichtstr├Ąchtigen Ort Z├╝lpich unternimmt. Der Fokus liegt allerdings diesmal auf der Vergangenheit von Z├╝lpich, der alten R├Âmerstadt "Tolbiacum".

Der erste Weg f├╝hrte in die Pfarrkirche, St. Peter, die 848 erstmals urkundlich erw├Ąhnt wurde. Nach dem┬á alliierten Bombenangriff am 24. Dezember 1944 wurde die Kirche vollst├Ąndig zerst├Ârt und zu Beginn der 1950er Jahre in Backsteinziegeln neu errichtet. Da das Interieur vor dem Angriff ausgelagert werden konnte und somit von der Zerst├Ârung verschont blieb, konnten u.a. die historischen Antwerpener Schreinalt├Ąre nach dem Neubau wieder in den jetzt modernen Kirchenbau integriert werden. Ein besonderes museales Seitenschiff nahm die sehenswerten Fragmente der zerst├Ârten Kirche auf und schuf damit einen kunsthistorischen Kontrast zum sakralen Kirchenraum. Der Besuch der romanischen Krypta beendete den Besuch von St. Peter.


Die kommenden zwei Stunden geh├Ârten einer Stadtf├╝hrung, die vor allem den historischen Anf├Ąngen und der r├Âmischen Zeit von Z├╝lpich gewidmet war. Eine Sternstunde in der fr├Ąnkischen Historie stellte sicher die Taufe des heidnischen K├Ânigs Chlodwig I. dar, der seiner christlichen Ehefrau Chrodechild versprochen hatte, den christlichen Glauben anzunehmen, wenn die Alemannen in der Schlacht von Z├╝lpich (496) besiegt werden k├Ânnten. Es war die Zeit im 5. Jahrhundert, als die germanischen Alemannen meist erfolgreiche Raubz├╝ge in dem Gebiet der Franken unternahmen.








Im Verlauf der Schlacht soll der damals noch heidnische Frankenk├Ânig, Chlodwig I., seine Taufe f├╝r den Fall eines Sieges gelobt haben. Die Alemannen unterwarfen sich, nachdem ihr K├Ânig gefallen war. Chlodwig I. soll den Erfolg seinem Gel├Âbnis zugeschrieben haben. Er glaubte an die Hilfe Gottes in der Schlacht und lie├č sich noch im selben Jahr 496 in Reims zum Christen taufen.

Nach germanischer Tradition wurde damit das ganze Frankenreich christlich. Seither gilt die Schlacht von Z├╝lpich als Ursprung des franz├Âsischen Staates. Unter Napoleon III. wurde eine breite Stra├če im S├╝dosten von Paris Rue de Tolbiac ("Z├╝lpicher Stra├če") benannt, und sie tr├Ągt diesen Namen bis heute.


Den kr├Ânenden Abschluss der Exkursion bildete die Besichtigung der R├Âmerthermen Z├╝lpich. Basis dieses Museums der Badekultur bildete die Ausgrabungsst├Ątte einer r├Âmischen Badeanlage (Therme). Besonders beeindruckend war die "Hightech" der Antike, die den R├Âmern mit hei├čem Badewasser und Fu├čbodenheizung Wellness┬á und Entspannung erm├Âglichte.

Dieses Museum der Badekultur beinhaltet eine europaweit einzigartige Ausstellung. Mit┬á multimedialen Mitteln werden dem Besucher Artikel und Ambiente von der r├Âmischen Therme bis zur aktuellen Badekultur nahe gebracht.

Die F├╝hrungen durch diese geschichtlichen und historischen Schwerpunkte der Stadt Z├╝lpich machten diese Exkursion zu einem nachhaltigen Erlebnis.

Karl Meurer

 

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