Samstag, 30.05.2020 - Bild 8: Gruß aus Mausbach

Bild 8:

Gruß aus Mausbach


Poststempel vom 22.05.1914

Blick auf den Ort Mausbach mit der Pfarrkirche St. Markus und der Volksschule (heute Plus-Markt) im Vordergrund; im Hintergrund die rauchenden Schornsteine der Grube Diepenlinchen.

Das bis um die Wende des 19. Jahrhunderts fĂŒr die industrielle Entwicklung der Stadt Stolberg bedeutendste Bergwerk lag am Rande der Ortschaft Mausbach, die zur Gemeinde Gressenich gehörte. Die fĂŒr die industrielle Nutzung wichtigen Erze der Grube Diepenlinchen waren Blei- und Zinkerze. Letztere bestanden ĂŒberwiegend aus Galmei (ZnCO3) und Zinkblende (ZnS).

Mausbach gehörte zum frÀnkischen Hof Gressenich, der 872 dem Kloster Inda geschenkt wurde. Um 1000 wurde die Burg Mausbach errichtet, die als Zehnthof 

mit einer spĂ€rlichen Bebauung im nĂ€heren Umfeld den Kern des ursprĂŒnglichen Ortes bildete.

Erst durch die Errichtung der der ZinkhĂŒtte Diepenlinchen wuchs der Ort betrĂ€chtlich und war bald grĂ¶ĂŸer als Gressenich. Dies war auch Anlaß dafĂŒr, dass die Gemeindeverwaltung von Gressenich nach Mausbach verlegt wurde.

Bis zum Ende der abteilichen Herrschaft im Jahre 1804 gehörte der Ort zur Pfarre Gressenich. Anschließend wurde er der Pfarre Vicht zugeordnet, aber bereits nach einem Jahr (1805) wurde Mausbach eigene Pfarre.

(Quelle: „Gruß aus Stolberg“, Seite 147, Hrsg: Stolberger Heimat- und Geschichtsverein

Bild: aus der Postkartensammlung von Hans Kreitz,
Text: Arbeitskreis Stolberger Geschichte)