Samstag, 16.05.2020 - Bild 6: BĂĽsbach

Bild 6:

Poststempel vom 30.08.1915

Links: Pfarrkirche St. Hubertus in BĂĽsbach
Rechts: Gastwirtschaft "Zur Barriere"


Bild 6: Stolberg BĂĽsbach

Im Jahre 1680 erhielt Büsbach, das kirchenrechtlich zu Kornelimünster gehörte, zwar eine eigene Kapelle, blieb jedoch weiterhin als Kuraticarie der Abtei Kornelimünster unterstellt.
Selbständige Pfarre wurde Büsbach erst 1804.

Etwa um diese Zeit hatte man in Büsbach die inzwischen baufällig gewordene Kapelle durch eine neue größere Kirche ersetzt, die sich jedoch sehr bald als zu klein erwies. Bereits im Jahre 1860 wurde der Grundstein für einen Neubau gelegt, der nach knapp vierjähriger Bauzeit am 23. Juni 1864 seiner Bestimmung übergeben wurde. Es war eine mächtige, weithin dominierende dreischiffige Basilika entstanden, der ganze Stolz der Gemeinde. Das Baumaterial für diese Kirche – Bruchstein und Blaustein – hatte man aus Steinbrüchen der näheren Umgebung gewonnen.


Leider hat die Pfarre bis auf den heutigen Tag erhebliche Probleme mit ihrem „Voreifel-Dom“. In das Mauerwerk eindringende Feuchtigkeit und die Zusammensetzung des Mörtels, der die Fugen ständig auseinanderdrückt, haben zu erheblichen Schäden und Kosten geführt. Im Jahre 1994 musste schließlich der weithin sichtbare und vielen als Orientierung dienende Kirchturm aus Sicherheitsgründen abgerissen werden, für die Pfarre eine schmerzliche Notwendigkeit.


Die Gastwirtschaft „Zur Barriere“ liegt an der Kreuzung von Aachener Straße und Konrad-Adenauer-Straße. An dieser Stelle wurde nach Ausbau der Verbindungsstraße zwischen Büsbach und den Industrieanlagen in Münsterbusch eine „Zollstelle“ eingerichtet, an der für alle Gütertransporte ein „Wegegeld“ gezahlt werden musste. Daher der Name „Zur Barriere“.

(Quelle: „Gruß aus Stolberg“, Seite 131, Hrsg: Stolberger Heimat- und Geschichtsverein
Bild: aus der Postkartensammlung von Hans Kreitz,
Text: Arbeitskreis Stolberger Geschichte)