Samstag, 24.08.2019 - Exkursion nach Dinant (Belgien)

In der Heimat ehemaliger Stolberger Kupfermeister

Der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. besuchte die urspr├╝ngliche Heimat der Vorfahren Stolberger Kupfermeister in Dinant (Belgien)

 

Am Samstag, dem 24.08.2019, lud der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. zu einer Exkursion in die frühere Heimat eines Teils Stolberger Kupfermeister ein. Die Fahrt der 45 Teilnehmer führte diesmal in die belgische Stadt Dinant an der Maas.

Im 12. Jahrhundert bl├╝hte in Dinant das erfolgreiche Messinghandwerk und gab der Stadt eine besondere ├╝berregionale Bedeutung. Die Bezeichnung ÔÇ×DinanterienÔÇť wurde zum Synonym f├╝r bestimmte in Dinant hergestellte Messingwaren.

Nachdem Karl der K├╝hne, Herzog von Burgund, im Jahre 1466 die Stadt Dinant┬ázerst├Ârt hatte, verlie├čen viele Batteurs, heute Kupfermeister bzw. Kupfer- und Messingschl├Ąger genannt, die Stadt und siedelten sich in anderen St├Ądten an, so auch in L├╝ttich und Aachen, wo sie ein bl├╝hendes Gewerbe aufbauten. Von Aachen kamen auch Kupfermeister nach Stolberg z.B. die Kupfermeister der Familie Momma, die schon in Dinant nachweisbar ist.

Das malerische St├Ądtchen faszinierte von Anfang an durch seine pittoresken H├Ąuser, die aber nach der Zerst├Ârung im Ersten Weltkrieg nach alten Ansichten und Pl├Ąnen wieder neu aufgebaut wurden. Besonders beeindruckend ist die Zitadelle (1818 ÔÇô 1821 erbaut) auf dem hohen Felsen, zu der eine Seilbahn f├╝hrt.

├ťberregional bekannt ist die Stiftskirche Notre Dame de Dinant aus dem 13. bis 14. Jahrhundert mit einem kunstvollen Westwerk. Die ehemalige Abtei Notre-Dame de Leffe von 1152 ist der Namensgeber der Biersorte ÔÇ×LeffeÔÇť. Beim gef├╝hrten Stadtrundgang fielen besonders die ├╝bermannsgro├čen avantgardistischen Saxophonmodelle auf der Pont Charles de Gaulle sowie verschiedenen Pl├Ątzen der Altstadt auf, mit der die Stadt ihren gro├čen Sohn, Adolphe Sax (1814 ÔÇô 1894) feiert.

W├Ąhrend der R├╝ckfahrt war ausreichend Zeit, die vielf├Ąltigen Eindr├╝cke zu verarbeiten und sich entspannt ├╝ber die informative und erlebnisreiche Fahrt auszutauschen.

Text: Verein

Foto: Hubert Dohmen