Samstag, 25.08.2018 - Die historische Stadt Visé und das Fort Eben Emael am Albertkanal

Für Samstag, dem 25.08.2018, lud der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. zu einer Ganztagsexkursion mit dem Reisebus ins geschichtsträchtige Nachbarland Belgien ein. Bei gutem Reisewetter zeigte sich die historische Stadt Visé von ihrer besten Seite und beeindruckte die 36 Teilnehmer unserer Gruppe.


Die Stadt Visé, auf flämisch Wézet, liegt 35 km westlich von Aachen an der Maas und ist die nördlichste Stadt der Wallonie. Neben dem zum Sitz eines Fürstbistums aufgestiegenen Lüttich geriet die ehemalige Bedeutung der Stadt Visé in Vergessenheit. Dabei birgt die Martinus-Stiftskirche den ältesten im Maasgebiet erhaltenen Reliquienschrein, in dem die Gebeine des heiligen Hadelinus aufbewahrt werden, der von 617 bis 690 lebte. Ihre Blütezeit erlebte die Stadt vom 9. bis zum 13. Jahrhundert.


Das Fort Eben-Emael nahe Lüttich war Ziel des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins, um in die regionale Geschichte unserer belgischen Nachbarprovinz  einzutauchen. Es wurde in den Jahren 1932 – 39 erbaut und gehörte als Anlage zwischen der Maas und dem Albert-Kanal zu einem groß angelegten Verteidigungsring rund um Lüttich. Am 10. Mai 1940 wurde das Fort Eben-Emael von deutschen Truppen die mittels Segelfliegern, die zerstörerische Sprengbomben abwarfen, zerstört und dient heute als Mahnmal für den Frieden. Eine repräsentative Führung und Schilderung der damaligen Verhältnisse und Ereignisse gaben einen Einblick über den tragischen Beginn des Zweiten Weltkrieges auch hier im Westen Europas, nachdem deutsche Truppen bereits im Osten Polen überfallen hatten.


Text: Helmut Schreiber
Fotos: Hubert Dohmen