02.07.2016 - Eskursion zum "Haus der Geschichte" in Bonn und zum Drachenfels

Ganztags-Exkursion
zum Besuch des Hauses der Geschichte in Bonn und
zum Drachenfels am 2. Juli 2016

Am Samstag, 02.07.2016, verband der Stolberger Heimat-¬† und Geschichtsverein eine Exkursion zum Bonner "Haus der Geschichte" mit der ber√ľhmten Rhein-Romantik auf dem Drachenfels in K√∂nigswinter. Das Mekka f√ľr die Geschichtsfreunde erwartete die Teilnehmer am Samstagmorgen zu einer kostenlosen F√ľhrung durch die Dauerausstellung "Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart".

 

Der Aus¬≠stel¬≠lungs¬≠rund¬≠gang ist chro¬≠no¬≠lo¬≠gisch auf¬≠ge¬≠baut und um¬≠fasst ge¬≠samt¬≠deut¬≠sche The¬≠men eben¬≠so wie die Ge¬≠schich¬≠te der ge¬≠teil¬≠ten Na¬≠ti¬≠on. Originalobjekte wie der erste Dienst-Mercedes von Konrad Adenauer, der Hippie-Bulli und der so¬≠wje¬≠ti¬≠sche Pan¬≠zer Typ T-34, anschaulich in Szene gesetzt, erz√§hlen unsere Geschichte. Im Original-Kino und der Eisdiele aus den 1950er Jahren wird Alltagsgeschichte lebendig und erinnert an die Zeit von ‚ÄěLove and Peace‚Äú. Seg¬≠men¬≠te der Ber¬≠li¬≠ner Mau¬≠er leiten weiter in die Geschichte des Mauerfalls und der Wiedervereinigung. R√ľckblickend waren Anzahl und Auswahl der Exponate so zahlreich und informativ, dass die meisten Teilnehmer planten, noch einmal wieder zu kommen.

 

Im zweiten Teil der Exkursion genossen die Teilnehmer nach der Fahrt mit U-Bahn und Drachenfelsbahn den fantastischen Rundumblick hoch √ľber dem Rheintal auf dem seit 2013 neu gestalteten Drachenfelsplateau. Hier erwartete die Teilnehmer ein romantischer √úberblick √ľber die Insel Nonnenwerth und Halbinsel Grafenwerth und √ľber das Rheintal.

 

Auf dem R√ľckweg ins Tal lud die restaurierte Drachenburg zu einem Besuch ein.
Bereits 1882 legte Baron Stephan von Sarter den Grundstein zu seinem repr√§sentativen Wohnsitz: Schloss Drachenburg, einer Mischung aus Villa, Burg und Schloss. Seit den 1930er Jahren beherbergte die Drachenburg eine Adolf-Hitler-Schule. Am Ende des Krieges besetzten amerikanische Truppen das Schloss, sp√§ter diente es als Fl√ľchtlingsquartier. Ein Gl√ľck f√ľr Schloss Drachenburg, dass die Reichsbahndirektion Wuppertal 1947 bis 1960 das Anwesen f√ľr sich als Schulungszentrum anmietete. Ein geplanter Abriss konnte 1963 verhindert werden, aber erst 1971 erwarb ein Privatmann das Anwesen. 1986 wurde Schloss Drachenburg unter Denkmalschutz gestellt. Die Restaurierung leitete 1989 die NRW-Stiftung ¬†ein. Seit Fr√ľhjahr 2010 sind die Sanierungsarbeiten im Schloss beendet. Heute erstrahlt die Drachenburg wieder im alten historischen Glanz.

 

Der Sage nach bewachte auf dem Drachenfels einst ein Drache in einer H√∂hle die entf√ľhrte K√∂nigstochter. Da die Bewohner des Rheintals ihm schutzlos ausgeliefert waren, opferten sie ihm jedes Jahr eine Jungfrau.¬† Eines Tages kam ein junger Held namens Siegfried, der den Drachen aus seiner H√∂hle vertrieb und t√∂tete. Durch ein Bad in dessen Blut soll der junge Recke dann Unverwundbarkeit erlangt haben. Die K√∂nigstochter brachte er zu ihren Eltern zur√ľck nach Worms.

Siegfried und seine Sage wecken unsere Neugier auf eine "sagenhafte" Neuerscheinung des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins in den kommenden Jahren.

Karl Meurer