Donnerstag, 10.10.2019 - Besuch der Feuerwehr Stolberg

Am 10.10.2019 lud der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. zum Besuch der Stolberger Feuerwache ein. Dort wurden die 16 Teilnehmer von Regina Erschfeld empfangen, die sich √ľber den gro√üen Zuspruch freute.¬†Wegen des gro√üen Interesses wurde noch ein Zusatztermin mit weiteren 19 Teilnehmern durchgef√ľhrt.

Nach einem allgemeinen, sehr informativen Einblick in die Organisation der Stolberger Feuerwehr und ihre dezentralen Strukturen in den Stadtteilen erläuterte sie mit großem Fach- und Hintergrundwissen in anschaulicher Weise die Zusammenarbeit mit Ordnungsamt, Katastrophenschutz der Städteregion und dem Notfalldienst der Deutschen Bahn. Hierbei reicherte sie das theoretische Wissen mit den Erfahrungswerten aus der Praxis an und konnte daher die Informationen lebensnah und erlebnisreich gestalten.

Anschlie√üend f√ľhrte uns Frau Erschfeld in die Atemschutzwerkstatt. Dort wurden sehr ansprechend und informativ Atemschutzmasken, Sauerstoffflaschen und diverses Zubeh√∂r pr√§sentiert.

Anschlie√üend f√ľhrte Frau Erschfeld die Besucher in die Schlauchw√§sche, wo diese die verschiedenen Arten der Schl√§uche und deren speziellen Verwendungszweck sowie die Behandlung und Reinigung nach dem Einsatz kennenlernten. Au√üerdem ergab sich die Gelegenheit, den Trockenturm mit den aufgeh√§ngten Schl√§uchen von innen zu besichtigen.

 

Als abschlie√üendes Highlight erwartete uns die Fahrzeughalle, in der bei der Betrachtung der Ausr√ľstung einzelnen Fahrzeuge nochmals die Verschiedenartigkeit der Eins√§tze deutlich wurden. Je nach Einsatz bei Hochwasser oder Wasserrohrbruch, Verkehrsunfall, Bahnunfall oder im Rettungsdienst kommen verschiedene Fahrzeuge zum Einsatz. Jedes Ger√§t und Zubeh√∂rteil findet auf den Fahrzeugen seinen festgelegten Platz in der vorgesehenen Ordnung, damit alle Einsatzkr√§fte verl√§sslich jedes Ger√§t wiederfinden.

 

 

 

 

 

 

In Stolberg ist die Feuerwehr seit 1884 aktiv. Heute stehen rund um die Uhr insgesamt¬†350 Einsatzkr√§fte, sowohl ehren- als auch hauptamtlich, zum Schutz und Wohl der B√ľrger zur Verf√ľgung ‚Äď sowohl beim abwehrenden als auch beim vorbeugenden Brandschutz.

Die Besucher bedankten sich mit einem anerkennenden Applaus f√ľr die kompetente F√ľhrung. Die Anreicherung der Informationen mit den ausgezeichneten Erl√§uterungen von Praxisf√§llen machte den Besuch bei der Stolberger Feuerwehr zu einem nachhaltigen Erlebnis.

Zum Dank f√ľr das rege Interesse bei den beiden F√ľhrungen lud Frau Erschfeld alle Teilnehmer zu einem kostenlosen Tagesseminar "Brandschutz f√ľr Senioren" ein.

Karl Meurer

Fotos: Helmut Schreiber

Samstag, 28.09.2019, Atelierbesuch bei Monika R√ľtten in J√ľlich

Samstag, 28.09.2019 - Atelierbesuch bei der Diplom-Designerin Monika R√ľtten in J√ľlich

Am Samstag, dem 28.09.2019 lud der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. zu einem Atelierbesuch nach J√ľlich ein. Die 19 Teilnehmer wurden dort von der Dipl.-Designerin Monika R√ľtten in ihrem Ausstellungsraum erwartet.

Monika R√ľtten hatte seit 1983 an 29 sakralen Fenstergestaltungen mitgewirkt, darunter im Aachener Dom und in der Katholischen Pfarrgemeinde St. Johannes-Baptist in Stolberg-Vicht.

In ihrer heutigen Schaffensphase verlagerte sich ihr Schwerpunkt thematisch auf Motive in der Natur. Ihren speziellen Ausdruck sucht sie jetzt vornehmlich in der Kombination von Naturelementen ‚Äď z.B. ein Stoppelfeld oder eine Feder ‚Äď mit gestalterischen Elementen aus ihrer Farbpalette.

 

Monika R√ľtten begeisterte die Besucher besonders durch ihre Bereitwilligkeit, sich bei einzelnen Bildern selbst zu outen und die Entwicklung der Objekte w√§hrend der Schaffensperiode im Einzelnen darzustellen. So wurden neben den Naturobjekten besonders Marmormehl-Spachtelmasse, verschiedene Farbpigmente, Acryl-Emulsion, √Ėle, Tinte und viele weitere Materialien eingesetzt.

 

Monika R√ľttens Erl√§uterungen der einzelnen Schaffensschritte und ihre insgesamt freundliche und offene Art der Darstellung begeisterten die Besucher sehr, und w√§hrend der R√ľckfahrt gab es ausreichend Gelegenheit, die nachhaltigen Eindr√ľcke zu besprechen.

Dieser Atelierbesuch war ein nicht alltägliches Erlebnis.

Karl Meurer

Donnerstag, 12.09.2019 - Vortrag "Der Eiserne Rhein"

Vortrag "Der Eiserne Rhein" im Kupferhof Rosenthal

Am Donnerstag, 12.09.2019, 20.00 Uhr lud der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein im Kupferhof Rosenthal zu einem Vortrag "Der Eiserne Rhein" ein.

Der Gesch√§ftsf√ľhrer, Karl Meurer, beleuchtete die Geschichte der ersten grenz√ľberschreitenden Eisenbahnverbindung von K√∂ln nach Antwerpen.

Am 20.09.2019 veröffentlichten die STOLBERGER NACHRICHTEN den folgenden Artikel von Toni Dörflinger:

Spannend und anschaulich

Karl Meurer referiert auf Einladung des Geschichtsvereins zum Eisernen Rhein

 

Stolberg Mit dem Thema der ‚ÄěEiserne Rhein‚Äú, pr√§sentierte der pensionierte Bundesbahnoberamtsrat Karl Meurer den Besuchern im Saal des Kupferhofes Rosenthal einen spannenden Vortrag. Diesen gestaltete der 70-J√§hrige, der allein 44 Jahre in Diensten der Deutschen Bahn gestanden hatte, anschaulich und √ľberaus lebendig.

Lebendig wurde der Vortrag, dem man anmerkte, dass es das ‚ÄěLeibthema‚Äú des fr√ľheren Bahnbeamten war, allein dadurch, dass Meurer nicht nur die historischen Abl√§ufe anschaulich schilderte, sondern auch auf die Berichte der damaligen Zeitzeugen einging: Zeugen, die unter anderem im Jahre 1841 die Er√∂ffnung der Eisenbahnstrecke von K√∂ln nach Aachen miterlebt hatten und das Ereignis in zeitgen√∂ssischen Berichten mit gro√üer Empathie und Begeisterung wiedergegeben hatten. Untermalt hatte der Bahnexperte seinen Vortrag mit einer Power-Point-Pr√§sentation, in der Kartenmaterial, Fotos der damals beteiligten Personen und errichteten Bauwerke sowie Bilder der ersten, √ľberwiegend aus England stammenden Lokomotiven gezeigt wurden.

Der Vortrag fand auf Einladung des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereines statt. Als Eiserner Rhein wird die in der ersten H√§lfte des 19. Jahrhunderts entstandene Bahnstrecke von K√∂ln nach Antwerpen bezeichnet. Eiserner Rhein deswegen, weil der Schienenstrang, der regelm√§√üig mit Lokomotiven und Waggons befahren wurde, eine √ľber Land f√ľhrende Alternative zum Wasserweg Rhein war. Schlie√ülich hatten damals die Niederl√§nder den G√ľtertransport √ľber den Rhein zum Hafen nach Antwerpen mit hohen Schutzz√∂llen belegt. Darum suchte der junge Staat Belgien, der sich 1830 von den Niederlanden gel√∂st hatte, nach einem anderen, wirtschaftlicheren Transportweg. Ein Transportweg, bei dem Lokomotiven und Schienen zum Einsatz kommen sollten, die man im fr√ľhen 19. Jahrhundert schon in England entwickelt hatte. Demnach kam englische Technologie zum Einsatz, als im Mai 1835 als erste Eisenbahn auf dem europ√§ischen Kontinent in Belgien die Strecke von Br√ľssel nach Mechelen er√∂ffnet wurde.

(1835: Erste belgische Lokomotive: L'Elefant)


Wie Meurer darstellte, wurde von belgischer Seite rasch der Kontakt nach Preu√üen gesucht, um diese Strecke nach K√∂ln zu verl√§ngern. Laut Meurer wurde die Idee in Preu√üen begeistert aufgenommen, so dass sich im K√∂lner und Aachener Umfeld zwei private Eisenbahngesellschaften bildeten. Allerdings hatten die K√∂lner einen Schienenweg geplant, der Aachen und D√ľren ausklammern sollte. Diese Idee gefiel, wie der Bahnexperte schilderte, David Hansemann, dem Pr√§sidenten der damaligen Aachener Handelskammer √ľberhaupt nicht. Er forcierte verst√§ndlicherweise einen Aachener Anschluss. Letztendlich setzte sich Hansemann durch und ‚Äěseine‚Äú Rheinische Eisenbahngesellschaft wurde in den sp√§ten 1830er Jahren mit dem Bau der Strecke von K√∂ln nach Aachen beauftragt. Die f√ľr das Projekt erforderlichen Bahnh√∂fe, Tunnel, D√§mme und Viadukte pr√§sentierte Meurer, indem er stellvertretend einige damalige Bauwerke vorstellte.

Seinen Vortrag schloss Meurer, der 1991 gemeinsam mit seinem Onkel Josef Meurer das lokalgeschichtliche Werk ‚ÄěDampf im Vichtbachtal¬†‚Äď 150 Jahre Eisenbahn in Stolberg‚Äú herausgegeben hatte, indem er auf die Entwicklung der historischen Bahnstrecke nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute einging: Themen waren dabei die Elektrifizierung der Strecke und die Ert√ľchtigung der Linie f√ľr die Hochgeschwindigkeit.

 

Samstag, 24.08.2019 - Exkursion nach Dinant (Belgien)

In der Heimat ehemaliger Stolberger Kupfermeister

Der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. besuchte die urspr√ľngliche Heimat der Vorfahren Stolberger Kupfermeister in Dinant (Belgien)

 

Am Samstag, dem 24.08.2019, lud der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. zu einer¬†Exkursion in die fr√ľhere Heimat eines Teils Stolberger Kupfermeister ein. Die Fahrt der¬†45 Teilnehmer f√ľhrte diesmal in die belgische Stadt Dinant an der Maas.

Im 12. Jahrhundert bl√ľhte in Dinant das erfolgreiche Messinghandwerk und gab der Stadt eine besondere √ľberregionale Bedeutung. Die Bezeichnung ‚ÄěDinanterien‚Äú wurde zum Synonym f√ľr bestimmte in Dinant hergestellte Messingwaren.

Nachdem Karl der K√ľhne, Herzog von Burgund, im Jahre 1466 die Stadt Dinant¬†zerst√∂rt hatte, verlie√üen viele Batteurs, heute Kupfermeister bzw. Kupfer- und Messingschl√§ger genannt, die Stadt und siedelten sich in anderen St√§dten an, so auch in L√ľttich und Aachen, wo sie ein bl√ľhendes Gewerbe aufbauten. Von Aachen kamen auch Kupfermeister nach Stolberg z.B. die Kupfermeister der Familie Momma, die schon in Dinant nachweisbar ist.

Das malerische St√§dtchen faszinierte von Anfang an durch seine pittoresken H√§user, die aber nach der Zerst√∂rung im Ersten Weltkrieg nach alten Ansichten und Pl√§nen wieder neu aufgebaut wurden. Besonders beeindruckend ist die Zitadelle (1818 ‚Äď 1821 erbaut) auf dem hohen Felsen, zu der eine Seilbahn f√ľhrt.

√úberregional bekannt ist die Stiftskirche Notre Dame de Dinant aus dem 13. bis 14. Jahrhundert mit einem kunstvollen Westwerk. Die ehemalige Abtei Notre-Dame de Leffe von 1152 ist der Namensgeber der Biersorte ‚ÄěLeffe‚Äú. Beim gef√ľhrten Stadtrundgang fielen besonders die √ľbermannsgro√üen avantgardistischen Saxophonmodelle auf der Pont Charles de Gaulle sowie verschiedenen Pl√§tzen der Altstadt auf, mit der die Stadt ihren gro√üen Sohn, Adolphe Sax (1814 ‚Äď 1894) feiert.

W√§hrend der R√ľckfahrt war ausreichend Zeit, die vielf√§ltigen Eindr√ľcke zu verarbeiten und sich entspannt √ľber die informative und erlebnisreiche Fahrt auszutauschen.

Text: Verein

Foto: Hubert Dohmen

Sonntag, 11.08.2019 - Ausstellungsbesuch "Medizin-, Pharmazie- und Labortechnik" in der Villa Zinkh√ľtter Hof, Stolberg

Stolberg trifft Penicillin

Der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. besuchte die Historische Sammlung ‚ÄěMedizin-, Pharmazie- und Labortechnik‚Äú in Stolberg, Villa Museum Zinkh√ľtter Hof

 

Am Sonntag, dem 11.08.2019, lud der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. zum Besuch der Historische Sammlung ‚ÄěMedizin-, Pharmazie- und Labortechnik‚Äú in Stolberg, Villa Museum Zinkh√ľtter Hof ein.

In zwei F√ľhrungen illustrierten Herr Dr. med. Hans-Otto Brans und Herr Heinz-G√ľnter Geyr, ehemaliger Mitarbeiter der Fa. Gr√ľnenthal, die st√§ndige Ausstellung der historischen Sammlung ‚ÄěMedizin-, Pharmazie- und Labortechnik‚Äú vom Arbeitskreis um Hartmut Kleis sowie die Sonderausstellung ‚Äě90 Jahre Penicillin (70 Jahre Penicillin in Deutschland)‚Äú.

 

Sir Alexander Fleming entdeckte im Jahre 1928, dass sich in den Resten in einer Petrischale Pilze entwickelten, welche die Bakterien vernichteten. Es folgte eine lange Forschungsreihe. Nach Abschluss von Tierversuchen testete man das neue Mittel 1941 zum ersten Male erfolgreich am Menschen. Der Zweite Weltkrieg zeigte erstmals den Wert von Penicillin dramatisch auf. In den USA produzierten in Vorbereitung auf den D-Day in der Normandie 21 Pharmafirmen 2,3 Millionen Einzeldosen Penicillin. Das brachte viele amerikanische Soldaten lebendig nach Hause.
1945 erhielt Fleming mit anderen den Nobelpreis f√ľr Medizin.

Da das Penicillin anfangs noch nicht patentgesch√ľtzt war, startete Dr. Heinrich M√ľckter bei der Firma Gr√ľnenthal im Jahre 1946 den Nachbau. Wegen zu starker Verunreinigungen wollte man den Stoff zun√§chst nicht zur Injektion freigeben und versuchte sich stattdessen im Jahre 1948 an einer Salbe. Das Material f√ľr die Metalltuben besorgte man sich wegen der Materialknappheit aus Flugzeugschrott. Nach weiterer technischer und pharmakologischer Entwicklung setzte in der Nachkriegszeit das Penicillin seinen Siegeszug in Deutschland an.
[Quelle: Texte der Sonderausstellung ‚Äě90 Jahre Penicillin‚Äú].

Herr Dr. Brans f√ľhrte die Teilnehmer sehr anschaulich durch die Geschichte der Medizin und Pharmazie. Die in den zahlreichen Vitrinen ausgestellten Exponate erinnerten an Nachkriegsfilme um Dr. Sauerbruch, seine Utensilien und Werkzeuge. Die Vielzahl der Fachgebiete reichte von der Geburtszange bis zum Aderlassmesser, von Schr√∂pfgl√§sern bis zu den gro√üen gl√§sernen Glasballons zur Destillierung. Ebenso vermittelten Laborger√§te einen Eindruck von historischer Arbeit in der Welt der Pharmazie.

Die beiden F√ľhrungen machten diesen Besuch zu einer sehr informativen und z.T. unterhaltsamen Veranstaltung.

Karl Meurer

 

Fotoautor: Hubert Dohmen

Donnerstag, 25.07.2019, - Gef√ľhrter Altstadtrundgang in K√∂ln - Besuch des Farina-Museums

‚ÄěDie R√∂mer‚Äú treffen ‚ÄěEau de Cologne‚Äú

Der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. besuchte das ‚Äěaltr√∂mische K√∂ln‚Äú und das Duftmuseum des Hauses Farina

 

Am Donnerstag, dem 25.07.2019, lud der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. zu einer Zeitreise in die Gr√ľnderjahre der ersten r√∂mischen Stadtsiedlung in K√∂ln. Auf den Spuren der R√∂mer entdeckten die 31 Teilnehmer ausgegrabene und konservierte Teile der ‚ÄěColonia Claudia Ara Agrippinensum (CCAA)‚Äú. In der heutigen Zeit findet man bei Bauarbeiten in der Altstadt h√§ufig Reste der r√∂mischen Stadtmauer mit ihren Wacht√ľrmen und Stadtvillen.
Da die Bev√∂lkerung sehr schnell auf 20.000 Einwohner anwuchs und die R√∂mer mit einem ausgekl√ľgelten Rohrsystem ihr Abwasser in den Rhein leiteten, versorgten sie sich mit Frischwasser aus der Eifel. Mit den gemauerten Aqu√§dukten √ľberwanden sie mit nat√ľrlichem Gef√§lle die Zulaufentfernung bis zu 130 km.
Bei dem gef√ľhrten Altstadtrundgang beeindruckte besonders das Fragment eines r√∂mischen Stadttores, welches die Gr√∂√üe des Original-Stadttores mit ca. 18 m H√∂he erahnen l√§sst. Zwei der sich anschlie√üenden r√∂mischen Hauptverkehrsachsen, sind die heutige Einkaufsmeilen, Hohe Stra√üe und Schildergasse. Weitere konservierte Ausgrabungen fanden sich im ‚Äěunterirdischen K√∂ln‚Äú, da die r√∂mische Stra√üenebene ca. 5 ‚Äď 6 Meter unter dem heutigen Stra√üenniveau liegt. Gezielt steuerte der Stadtf√ľhrer Fragmente der gemauerten r√∂mischen Abwasserleitung und der Frischwasserleitung an. Durch die lebendigen Erl√§uterungen wurde den Teilnehmern ein nachhaltiger Eindruck von r√∂mischer Ingenieurskunst vermittelt.

Zweiter Exkursionspunkt war am Nachmittag das ‚ÄěGeburtshaus der Eau de Cologne‚Äú, das Duftmuseum im Haus Farina. Der Parf√ľmeur Johann Maria Farina benannte 1709 den ber√ľhmten Duft nach seinem Wohnort: Eau de Cologne. Dies begr√ľndete den Erfolg der Parfum-Dynastie Farina. Weil es im 18. Jahrhundert gab es keine Patentrechte gab entstanden viele Nachahmerprodukte des Parfums, darunter auch 4711. Kunstbezogene Artefakte, Fotos und M√∂bel zeugen von den weltweiten Verbindungen zur Parfum-Dynastie der Farina. Im Museum konnten die Teilnehmer im Rahmen der F√ľhrung verschiedene Essenzen riechen. Detaillierte Beschreibungen von der Extraktion der Essenzen bis hin zur Entwicklung von Parfums aus Blumen vermittelten das unbestreitbare Talent des Parfumeurs.

 

15.07.2019 - Exkursion zur ehemaligen Reichsabtei in Aachen-Burtscheid

Exkursion zur ehemaligen Reichsabtei in Burtscheid

 

Der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. veranstaltete am 13.07.2019 eine Exkursion zur ehemaligen Reichsabtei in Aachen-Burtscheid.

Kai¬≠ser Ot¬≠to III. (Re¬≠gie¬≠rungs¬≠zeit 996-1002) und Gregor von Kalabrien stifteten im Jahre 997 eine M√∂nchs¬≠ab¬≠tei, die zu¬≠n√§chst den hei¬≠li¬≠gen Apol¬≠li¬≠na¬≠ris und Ni¬≠ko¬≠laus ge¬≠weiht war. Mit Fer¬≠tig¬≠stel¬≠lung der ers¬≠ten Ab¬≠tei¬≠kir¬≠che 1016 / 1018 wur¬≠de sie je¬≠doch Jo¬≠han¬≠nes dem T√§u¬≠fer ge¬≠wid¬≠met. Im Jahr 1220 wurden die Be¬≠ne¬≠dik¬≠ti¬≠ner¬≠m√∂n¬≠che durch Zis¬≠ter¬≠zi¬≠en¬≠se¬≠rin¬≠nen vom Aa¬≠che¬≠ner Sal¬≠va¬≠tor¬≠berg er¬≠setzt. Die √Ąb¬≠tis¬≠sin¬≠nen hat¬≠ten Sitz und Stim¬≠me auf den Reichs¬≠ta¬≠gen, doch ge¬≠h√∂r¬≠te das Klos¬≠ter kei¬≠nem Reichs¬≠kreis an.¬†Die √Ąbtissin Anna Raitz von Frentz, eine Verwandte des damaligen Stolberger Burgherrn Ferdinand Raitz von Frentz zu Kendenich, erbaute 1644 das imposante Abteitor.
Nach ei¬≠ner letz¬≠ten wirt¬≠schaft¬≠li¬≠chen Bl√ľ¬≠te im 18. Jahr¬≠hun¬≠dert wur¬≠de die Ab¬≠tei 1794 von den Franzosen auf¬≠ge¬≠ho¬≠ben, die Ab¬≠tei¬≠kir¬≠che 1806 zur Pfarr¬≠kir¬≠che, der Ort Burt¬≠scheid zum Haupt¬≠ort des Kan¬≠tons Borcet¬≠te, un¬≠ter preu¬≠√üi¬≠scher Herr¬≠schaft B√ľr¬≠ger¬≠meis¬≠te¬≠rei, bis 1897 die Ein¬≠ge¬≠mein¬≠dung nach Aa¬≠chen er¬≠folg¬≠te.
Neben dem Abteitor beeindruckte die dominierende ehemalige Abteikirche St. Johann Baptist mit ihrer Schatzkammer die Teilnehmer. Die Exponate in der Schatzkammer, die im ehemaligen Kreuzgang der Abteikirche eingerichtet wurde, erhielten durch die ausgezeichnete F√ľhrung des Vorsitzenden der Gesellschaft Burtscheid f√ľr Geschichte und Gegenwart e.V., Dr. Holger A. Dux, einen Hauch von Leben und Geschichte. Sehr beeindruckend waren Gew√§nder und Monstranzen sowie weitere sakrale Gegenst√§nde und Reliquien aus fr√ľhen Jahrhunderten, besonders die Nikolaus-Ikone, eine Mosaik-Ikone aus Konstantinopel und die Evermarius-B√ľste mit dem Haupt des heiligen Evermarius.

Ein weiterer Besuch galt der benachbarten Pfarrkirche, St. Michael, der ehemaligen ‚ÄěLeutkirche‚Äú der Abtei. Sie ist die √§lteste Pfarrkirche von Burtscheid. Erstmals erw√§hnt 1252 wurde sie 1751 im strengen franz√∂sischen Barockstil neu erbaut. Das lange Kirchenschiff weist darauf hin, dass hier eine Kirche f√ľr die Gl√§ubigen errichtet wurde, w√§hrend die Abteikirche den Klosterangeh√∂rigen vorbehalten war.

Die hochqualifizierte F√ľhrung des Historikers, Herrn Dr. Holger Dux, machte diese Exkursion zu einem nachhaltigen Erlebnis.

Foto: Hubert Dohmen

Sonntag, 17.03.2019 Tag der Geschichte

Am Sonntag, dem 17.03.2019 hat der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e.V. im Historischen Rathaus der Kupferstadt Stolberg am diesjährigen "Tag der Geschichte" teilgenommen.

Unser Informationsstand war wieder optimal im Foyer aufgebaut und nat√ľrlich w√§hrend der √Ėffnungszeit von 11.00 - 17.00 Uhr st√§ndig mit mindestens zwei Mitgliedern besetzt. Allein schon durch die r√§umliche N√§he - auch zu den benachbarten geschichtstreibenden Vereinen und zum Stadtarchiv - ergaben sich viele interessante und informative Gespr√§che. In ansprechender Form haben wir wieder unser Antiquriat angeboten, das auf gro√ües Interesse stie√ü. Wie in den letzten Jahren stellt der "Tag der Geschichte" f√ľr uns eine wichtige S√§ule unserer √Ėffentlichkeitsarbeit dar, bei der wir wieder unter Mithilfe unserer Vorstandsmitglieder Pr√§senz zeigen und f√ľr unseren Verein Mitgliederwerbung betreiben konnten.

Karl Meurer, Gesch√§ftsf√ľhrer
Foto: Karl Meurer